Wir wollten Gleichberechtigung, wir wollten unabhängig sein, unser
eigenes Geld verdienen, Karriere machen, Entscheidungen treffen und
unser Leben selbst gestalten. ...aber wann wurde aus „Ich kann das“
eigentlich „Ich mach alles selbst“? In dieser Folge von Popcorn im
Kopf geht es um genau dieses Pendel. Um Emanzipation und darum, was
Frauen vor uns dafür erkämpft haben, dass wir heute wählen können
und um die Frage, ob wir aus dieser Freiheit inzwischen einen neuen
Anspruch an uns selbst gemacht haben. Ich spreche darüber, warum
ich mich jahrelang beruflich mit Männern verglichen habe, ohne die
unterschiedlichen Lebensrealitäten mitzudenken, über Mental Load,
Kinder und dieses unsichtbare zweite Unternehmen namens Zuhause,
über Männer, die sich bemuttern lassen und Frauen, die irgendwann
gar nicht mehr merken, wie schwer es ihnen fällt, Verantwortung
abzugeben. Und ja, wir reden auch über Sex. Darüber, wie sinnlich
wir uns eigentlich fühlen sollen, wenn unser Kopf noch bei
Einkaufsliste, Kindern und Terminen hängt, über mein dunkelrotes
Kleid, schöne Unterwäsche, die gerade überhaupt niemand sieht und
darüber, warum Sinnlichkeit keinen Zuschauer braucht. Es geht um
finanzielle Unabhängigkeit und darum, warum jede Frau wissen
sollte, dass sie gehen könnte, auch wenn sie sich dafür entscheidet
zu bleiben und irgendwann landen wir bei unseren Kindern. Denn
während wir darüber sprechen, was unsere Mütter und Großmütter uns
vorgelebt haben, vergessen wir vielleicht etwas Entscheidendes: Wir
sind inzwischen selbst die Generation, der unsere Kinder gerade
zuschauen. Was leben wir unseren Töchtern darüber vor, was eine
Frau tragen muss? Was lernen unsere Söhne darüber, was sie später
von einer Partnerin erwarten können? ...und liebe Männer: Lebt ihr
euren Töchtern gerade den Mann vor, den ihr euch irgendwann für sie
wünschen würdet? Eine Folge über Emanzipation, Gleichberechtigung,
Weiblichkeit, Geld, Beziehungen, Sinnlichkeit, Dirty Dancing und
die Freiheit, irgendwann sagen zu können: Ich darf. Ich kann. Ich
muss nicht alles. Ich wähle. Denn vielleicht musst du niemandem
mehr beweisen, wie stark du bist, vielleicht darfst du dich langsam
fragen, was du überhaupt noch tragen möchtest. Mach es zu deinem
Leben.🫶
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