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«Jetzt muss die Waadt wohl auch Sozialausgaben kürzen»

«Jetzt muss die Waadt wohl auch Sozialausgaben kürzen»

Tagesgespräch vor 1 Woche
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Die Waadt ist ein volkswirtschaftliches Laboratorium, mit tiefen
Unternehmenssteuern und einem starken Sozialstaat. Trotz Defiziten
hat sich das Volk für tiefere Einkommens- und Vermögenssteuern
ausgesprochen. «Jetzt braucht es politische Kompromisse», sagt
Volkswirtschaftsprofessor Marius Brülhart. In der Waadtländer
Politik braut sich etwas zusammen. Die Bevölkerung hat sich für
eine lineare Steuerkürzung von 12 Prozent bei den Einkommens- und
Vermögenssteuern ausgesprochen, obwohl die Regierung fürs kommende
Jahr bereits ein Defizit von über 360 Millionen Franken budgetierte
und von den Auswirkungen der Initiative warnte. Nach der Annahme
der Initiative kommen nun weitere 272 Millionen Franken
Steuerausfälle dazu. Marius Brülhart, Volkswirtschaftsprofessor und
Steuerexperte an der Universität Lausanne, beobachtet die Situation
mit einigem Interesse. Kurzfristig könne sich die Regierung wohl
durchschlängeln und Reserven anzapfen, längerfristig müsse sie aber
wohl eisern sparen. Die Folgen hat Marius Brülhart bereits bei
«seiner» wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Lausanne
beobachten können. Trotzdem geht er nicht davon aus, dass es zu
einem grossen Staatsabbau und Massenentlassungen kommen wird, aber
Brülhart sagt: «Die Waadt wird wohl auch bei den Sozialausgaben
kürzen müssen.» Marius Brülhart ist im Tagesgespräch bei Philippe
Reichen
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„«Jetzt muss die Waadt wohl auch Sozialausgaben kürzen»“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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