Zuerst ist mir der Boden unter den Füssen weggezogen worden. Dann
kam die ADHS-Diagnose. Und dann wurde mir alles klar.
Oktober ist ADHD Awareness Month. Aber Bewusstsein heisst mehr,
als zu wissen, dass es ADHS gibt. Es heisst, dass sich im Leben
eines Menschen etwas verändert. In dieser Solofolge erzähle ich
dir, was die letzten sieben Jahre mit mir gemacht haben: vom
neurodivergenten Burnout über die Diagnose bis zu einem Leben,
das ich heute bewusster gestalte. Keine schnelle
Heilungsgeschichte. Ich arbeite bis heute jeden Tag daran. Und
ich verbinde meine Geschichte mit dem, was ich in meiner Arbeit
mit Lehrpersonen, Eltern und Erwachsenen erlebe.
Wir sprechen darüber:
• Warum die Diagnose für mich nicht der Zusammenbruch war,
sondern der Moment, in dem meine Kindheit und viele Erfahrungen
plötzlich einen Namen bekamen
• Wie ich meinen Alkoholkonsum als meine Form der
Selbstmedikation erkannt habe, und warum das meine Geschichte ist
und keine Erklärung für andere
• Was mir im Alltag tatsächlich hilft: kalte Dusche, eine Stunde
mit dem Hund ohne Smartphone, eine Tagesplanung, die zu meinem
Rhythmus passt, und ein KI-System als Unterstützung für Struktur
• Warum wir nicht nur auf den Menschen schauen sollten, sondern
auch auf das Umfeld, die Anforderungen und die Unterstützung, und
warum das kein Widerspruch zu Medikamenten oder Therapie ist
• Warum ADHS, Autismus, Hochbegabung, Lese-Rechtschreib-Störung
und Dyskalkulie nicht in einen Topf gehören, und warum niemand
aussergewöhnliche Leistung bringen muss, um Unterstützung zu
verdienen
• Wie stark Kritik schmerzen kann, schon wenn man sie nur
erwartet, was hinter dem Begriff RSD steckt und wie ein Kreislauf
aus Angst und Vermeidung entsteht
• Warum bewährte Strategien und Masking in der Perimenopause und
den Wechseljahren plötzlich nicht mehr tragen können, und warum
das kein persönliches Versagen ist
• In welche Richtung sich die Überarbeitung der deutschen
ADHS-Leitlinie bewegt
Diese Folge ist für dich, wenn du selbst betroffen bist,
vielleicht erst seit Kurzem eine Diagnose hast oder noch keine.
Für Eltern, Partner*innen und Lehrpersonen, die besser verstehen
möchten. Und für alle, die spüren, dass sich etwas verändern
muss. Du musst mit ADHS oder Neurodivergenz nicht alleine warten.
Es gibt Menschen und konkrete Hilfe, dort, wo du gerade stehst.
────────────────
DU BRAUCHST UNTERSTÜTZUNG?
Du musst damit nicht alleine bleiben. Im ADHwaS-Fachnetzwerk
findest du geprüfte Coaches, Praxen und Fachpersonen für ADHS,
Autismus und Neurodivergenz, in der Schweiz, in Deutschland und
in Österreich, online und vor Ort. Das Erstgespräch ist
kostenlos.
Fachperson finden: https://adhwas.com/coaches
Alle Angebote: https://adhwas.com
────────────────
WICHTIGER HINWEIS
Dieser Podcast ist ein Gespräch, keine medizinische,
psychologische oder therapeutische Beratung. Die Inhalte dienen
der Information und dem Erfahrungsaustausch und ersetzen weder
eine Diagnose noch eine Behandlung. Das gilt besonders für alles,
was in dieser Folge zu Medikamenten und Hormonen gesagt wird:
Änderungen bitte immer mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt
besprechen.
Wenn du dich beim Thema Alkohol wiedererkennst, hol dir
Unterstützung bei deiner Hausärztin, deinem Hausarzt oder einer
Suchtberatung.
Wenn du gesundheitliche Beschwerden hast oder dich in einer
belastenden Situation befindest, wende dich bitte an eine Ärztin,
einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachperson.
In einer akuten Krise:
Schweiz 143 (Dargebotene Hand) · Deutschland 0800 111 0 111
(Telefonseelsorge) · Österreich 142 (Telefonseelsorge)
Notruf: 144 (CH) / 112 (EU)
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.