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Warum sind Flamingos eigentlich rosa? Die Antwort auf diese Frage
führt uns in extrem salzige Gewässer, zu einem roten Archaeon und
von dort bis zu einem der wichtigsten Werkzeuge der modernen
Neurobiologie. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben
ganz groß! schauen wir uns an, wie Halobacterium salinarum in
Wasser lebt, in dem kaum noch mehr Salz gelöst werden kann, wie
das Archaeon mit Hilfe von Licht Energie gewinnen kann und was
das alles mit dem diesjährigen Nobelpreis für Physiologie und
Medizin zu tun hat.

Kapitel

00:00 – Intro

02:35 – Wie Hbt. salinarum sich an hohe Salzkonzentrationen
anpasst

04:59 – Klippfisch und rote Kolonien: Die Entdeckung von Hbt.
salinarum

06:20 – Warum ist Hbt. salinarum eigentlich rot?

07:47 – Bakteriorhodopsin und die Entstehung der Optogenetik

12:38 – Fazit & Verabschiedung

Was ihr in dieser Folge lernen konntet…

· Hbt. salinarum ist kein Bakterium, sondern ein Archaeon, das in
extrem salzigen Gewässern mit bis zu 30 % Salz lebt und Salzseen
und Salinen rot färbt. Das Archaeon ist sogar so salztolerant,
dass es tausende von Jahren in Salzkristallen ausharren kann.

· Hbt. salinarum wurde erstmals auf gesalzenem und
luftgetrocknetem Klippfisch entdeckt. Die rote Färbung erhält es
durch das Pigment Bacterioruberin, dass den Zellen als UV-Schutz
dienen kann.

· Bakteriorhodopsin war das erste bekannte mikrobielle Rhodopsin
und bereitete den Boden für die Suche nach ähnlichen Proteinen,
darunter das Channelrhodopsin aus einer einzelligen Alge, das zum
Schlüsselwerkzeug der Optogenetik wurde. Für diese Entdeckungen
erhalten Karl Deisseroth, Georg Nagel und Peter Hegemann den
Nobelpreis für Physiologie und Medizin 2026.

Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

Links & weitere Infos

Pressemitteilung der VAAM “Mikrobe des Jahres 2017“

Pressemitteilung Nobelpreis 2026

Allgemeines zu Hbt. salinarum

Grote, M. und O’Malley, M.A. (2011), FEMS Microbiology Reviews,
35(6), S. 1082–1099.

Pfeifer, F. (2017), Biologie in unserer Zeit, 47(6), S. 378–384.

Stan-Lotter, H. und Fendrihan, S. (2015), Life, 5(3), S.
1487–1496.

Entdeckung von Hbt. salinarum

Klebahn, H. (1919), Mitt Inst Allg Bot Hamb, 4, S. 11–69.

Harrison, F.C. und Kennedy, M.E. (1929). F. A. Acland, printer.

Mormile, M.R. u. a. (2003), Environmental Microbiology,
5(11), S. 1094–1102.

Bakteriorhodopsins

Oesterhelt, D. und Stoeckenius, W. (1971), Nature New Biology,
233(39), S. 149–152.

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„MTM 28 - Halobacterium salinarum“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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