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Willkommen zur Audio-Ausgabe von Swiss Innovator Daily — dem
kurzen Briefing zu KI-Automation für Schweizer KMU.
Heute geht es um KI, die Lücken füllt: bei Erreichbarkeit,
Rechenleistung und Sprache. Die Dargebotene Hand setzt einen
KI-Chatbot als Brücke ein, wenn keine Beratungsperson frei ist.
Dazu kommen Supercomputer-Zeit für KI-Gründerteams der ETH,
Laserschweissen in Millisekunden von der Empa, das Deutsch-Modell
Kolibri von Aleph Alpha, ein KI-Dolmetscher im Meeting-Test und
teurere Rechner für lokale KI.
Was du mitnimmst:
1. Dargebotene Hand: Derzeit kann nur jede vierte Chatanfrage
beantwortet werden; seit Anfang Oktober springt in der
Deutschschweiz ein klar gekennzeichneter KI-Chatbot ein, wenn
niemand frei ist oder ausserhalb der Öffnungszeiten von 10 bis 22
Uhr. Er lernt nicht aus den Gesprächen und antwortet auf Basis
geprüfter Inhalte. Bleiben bei euch abends oder in Spitzenzeiten
Anfragen liegen, prüft einen Chatbot nur für diese Lücken,
gespeist aus euren geprüften Antworten, und gebt alles Heikle an
einen Menschen weiter.
2. ETH AI Foundry: Das erste ETH-Programm speziell für
KI-Ausgründungen gibt jedem Team zum Start 10'000 GPU-Stunden auf
dem Supercomputer Alps und dem ETH-Rechner Euler; Bewerbungen
laufen seit dem 2. Oktober fortlaufend, die ETH nimmt
typischerweise 2 % Beteiligung. Arbeitet ihr schon mit einem
ETH-Forschungsteam an einer KI-Idee, klärt jetzt gemeinsam, ob
eine Ausgründung über die AI Foundry passt.
3. Empa: Mit Terra Quantum hat die Empa ein KI-Modell entwickelt,
das Laserschweissprozesse in Millisekunden statt Minuten bis über
eine Stunde vorausberechnet, bis zu 100'000-mal schneller; noch
ist es ein Forschungsergebnis. Verbraucht ihr beim Einrichten
neuer Bauteile regelmässig Testmaterial, fragt bei der Empa oder
eurem Anlagenhersteller nach, ob solche Vorhersagen für euren
Prozess in Reichweite sind.
4. Aleph Alpha Kolibri: Das offene Sprachmodell mit Schwerpunkt
Deutsch und Englisch lässt sich unter der Lizenz Apache 2.0
herunterladen und auf eigenen Servern betreiben; Mindest-Hardware
sind zwei A100-Grafikkarten mit je 80 GB oder eine H200.
Verarbeitet ihr vertrauliche Verträge oder Patientendaten auf
Deutsch, fragt euren Schweizer IT-Partner, ob er Kolibri auf
Schweizer Servern betreibt, damit die Daten gemäss DSG im Land
bleiben.
5. KI-Dolmetscher: Die Computerwoche hat den Timekettle X1
Meeting Interpreter Hub getestet, der Besprechungen mit bis zu 50
Personen live übersetzt; flüssig klappt es nur mit klarer
Aussprache und stabilem WLAN, Schwächen gibt es ohne Internet und
beim Preis. Habt ihr Sitzungen mit Kundschaft aus der Romandie
oder dem Tessin, testet so ein Gerät zuerst intern und klärt
vorab, wo die Gesprächsdaten verarbeitet werden.
6. Lokale KI: Nvidias Mini-PC DGX Spark kommt ab dem 23. Oktober
in einer neuen Version mit nur noch 64 GB Arbeitsspeicher für
5000 US-Dollar; die Variante mit 128 GB kostet 6000 Dollar, laut
heise 50 % mehr als vor Jahresfrist. Plant ihr KI-Auswertungen
auf einem eigenen Rechner im Büro, holt jetzt Offerten ein und
vergleicht sie mit dem Angebot eines Schweizer Rechenzentrums.
Kurzfazit: Vom Chatbot der Dargebotenen Hand bis zum
KI-Dolmetscher gilt dieselbe Linie: Gut eingesetzt ist KI eine
Brücke, kein Ersatz. Und jede Brücke hat ihren Preis, sei es
Hardware, Datenschutz oder die Disziplin im Meeting.
Swiss Innovator Daily · KI-Automation für Schweizer KMU
05.10.2026
Quellen u. a.: swissinfo.ch (Keystone-SDA), ETH AI Center, Empa,
Aleph Alpha, Computerwoche, heise online und Golem.de.
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