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Wie souverän ist Europa wirklich, wenn wir unsere digitale
Infrastruktur nicht selbst kontrollieren? Digitale Souveränität ist
längst mehr als ein politisches Schlagwort. Sie wird zu einer
strategischen Frage für Unternehmen, Staaten und die europäische
Wirtschaft. Denn Abhängigkeiten bei Technologien, Daten,
Cloud-Diensten, Chips oder künstlicher Intelligenz beeinflussen,
wie selbstbestimmt Europa seine digitale Zukunft gestalten kann. In
der aktuellen Folge von Highspeed sprechen Franz Pichler von Spusu
und Thomas Klein von Pan Dacom darüber, was digitale Souveränität
in der Praxis bedeutet und wie Europa seine technologische
Unabhängigkeit stärken kann. Dabei treffen zwei Perspektiven
aufeinander: Franz Pichler ist überzeugt, dass Europa über das
notwendige Wissen und die Fähigkeiten verfügt, wieder mehr
Technologien selbst zu entwickeln und zu produzieren. Dafür brauche
es vor allem Mut, Investitionen und den Willen, neue Lösungen
umzusetzen. Thomas Klein hält vollständige Unabhängigkeit dagegen
für unrealistisch. Für ihn geht es um ein kontrolliertes Management
digitaler Abhängigkeiten: zu wissen, von wem man abhängig ist,
warum diese Abhängigkeit besteht und wo eigene Alternativen
sinnvoll sind. Denn digitale Souveränität bedeutet nicht, alles
selbst zu machen. Sie bedeutet, Abhängigkeiten zu verstehen und zu
kontrollieren, Datenhoheit zu sichern und technologische
Wahlmöglichkeiten zu erhalten. Besonders relevant ist das bei KI,
Cloud-Technologien, Chips, Netzwerktechnologien und Cybersecurity.
Am Ende steht eine zentrale Frage: Wie viel digitale Unabhängigkeit
brauchen wir – und wie viel Abhängigkeit können wir uns leisten?
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„Franz Pichler, SPUSU“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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