Alkohol hat eine große Rolle in seinem Leben gespielt. Süchtig,
sagt er, war er nicht – aber, und da ist er sich sicher, viel
gefehlt hat nicht mehr. Aber er hat die Kurve bekommen. Und genau
darüber spreche ich heute mit ihm: Jürgen. Vom rauchenden und
trinkenden Workaholic zum abstinenten Ultraläufer. Ein Lebensweg,
der inspiriert und Mut macht.
In absoluter Offenheit spricht er heute mit mir über seine
Kindheit, seine Jugend und seinen Weg in den Alkoholkonsum, der
ihn ursprünglich lockerer machen sollte. Denn er war schüchtern
und suchte den Kontakt zu anderen Menschen.
Der Sport hat ihn gerettet. Und ein stabiles soziales Umfeld:
Menschen, die ihn zwar immer wieder beiseitegenommen haben, um
mit ihm über seinen problematischen Lebenswandel zu sprechen, ihn
aber nie verurteilt oder sich von ihm abgewandt haben. Diese
Kombination hat ihm vielleicht das Leben gerettet.
Der Wendepunkt kam, als er mit Anfang 30 in einer
Seniorenmannschaft wieder mit dem Fußball beginnen wollte und
feststellen musste, dass ihm schon nach 15 Minuten die Luft
ausging. Also fing er mit dem Laufen an. Erst 3, 4, 5 km. Später
wurden daraus 10 km. Dann der erste Halbmarathon und, nachdem die
Begeisterung fürs Laufen immer größer wurde, auch Marathon- und
Ultra-Distanzen. Vor ein paar Wochen ist er dann im Rahmen einer
Laufveranstaltung über die Alpen gelaufen: Sieben Tage, sieben
Etappen, 246 Kilometer, 14.200 Höhenmeter, 19.367 Kalorien und
ca. 23 Liter Wasserverlust. Für mich – unfassbar!
Freut Euch also auf eine inspirierende und spannende Folge, die
nicht nur für die Laufcommunity interessant ist. Denn auch über
seine Ernährung sprechen wir. Und die ist – natürlich – vegan.
Seit wann, wie es dazu gekommen ist UND welche Auswirkungen es
auf seinen körperlichen Zustand hatte und hat, auch das erfahrt
Ihr in dieser Folge bei Ganz Normal Vegan.
Lieber Jürgen, ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles erdenklich
Gute für Deine sportliche, berufliche und private Zukunft. Danke
für Dein Vertrauen und das tolle Gespräch. Ich bin mir sicher, Du
wirst viele Menschen inspirieren und vielen auch Mut machen. Und
ich bin mir sicher, dass wir uns hier nicht zum letzten Mal
online getroffen haben.
Wenn Euch das Gespräch und Jürgens Geschichte genauso berührt
haben wie mich, dann schreibt Jürgen gerne ein paar liebe Zeilen
in die Kommentare.
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