Was braucht es für ein erfülltes Leben? In Folge 2 von „Echt
leben“ sprechen Prof. Dr. Alfried Längle und Claudia Braun über
die vier Grundmotivationen der Existenzanalyse: Vertrauen und
Halt, Beziehung und Werte, Selbstwert und das Ja zu sich selbst
sowie Sinn und eine Perspektive für die Zukunft. Sie bilden die
Grundlage dafür, dass wir zu unserem Leben und dem, was wir tun,
innerlich Ja sagen können.
Nachdem es in Folge 1 um die innere Zustimmung zum Leben ging,
wird es diesmal konkret: Kann ich? Mag ich? Darf ich? Soll ich?
Diese vier Fragen führen zu den grundlegenden Bedingungen eines
erfüllten Lebens.
Alfried vergleicht sie mit den vier Beinen eines Tisches: Erst
wenn alle vier tragen, wird auch die Tischplatte – unser Wollen
mit innerer Zustimmung – stabil.
Themen der Folge
(ca. 00:40) Die Fähigkeit zu
spüren: Jeder Mensch trägt die Fähigkeit in sich,
zu spüren, was stimmig ist – das gilt nicht nur für die großen
Lebensfragen, sondern für jeden einzelnen Moment.
(ca. 04:55) Vier Säulen des
Daseins: Erfüllte Existenz braucht vier
Bezugspunkte – die Realität, den Wert des Lebens, die eigene
Person und die Zukunft.
(ca. 13:05) Erste Grundmotivation –
Können: „Ich bin, aber kann ich hier sein?“ Der
Bezug zur Realität, spürbar am Gefühl von Halt und Sicherheit.
(ca. 16:20) Zweite Grundmotivation –
Mögen: Die Brücke zum Leben entsteht durch das,
was mir gefällt und mich berührt – auch im Beruf.
(ca. 21:05) Dritte Grundmotivation –
Dürfen: „Entspricht mir das, und darf ich das?“
Die Beziehung zu mir selbst und die Frage nach Authentizität.
(ca. 25:05) Vierte Grundmotivation –
Sollen: Der Bezug zur Zukunft und zum größeren
Sinn-Zusammenhang.
(ca. 28:20) Das Bild vom
Tisch: Vier Tischbeine tragen die Tischplatte des
erfüllten Wollens mit innerer Zustimmung.
Drei Gedanken zum Nachklingen-Lassen
Innere Zustimmung ist kein einzelnes Gefühl, sondern ein
vierfaches Ja – zur Welt, zum Leben, zu mir selbst und zur
Zukunft.Es reicht nicht, etwas zu können – entscheidend ist auch,
ob ich es mag, ob es mir entspricht und ob ich mich dahinterstellen
will.Die existenziell entscheidende Antwort ist nicht die Stimme
anderer in mir, sondern mein eigenes inneres Gespür der
Stimmigkeit.
Alfrieds Vorschlag für euch: Wie klar bin
ich in meinem Wollen? Frag dich bei dem, was du gerade tust: Will
ich das eigentlich?
Deine Frage an Alfried: Hast du eine
Frage, die dich nach dieser Folge beschäftigt? Am Ende jeder
Staffel gibt es eine Episode „Fragen an Alfried“. Hier wählen wir
aus den eingesandten Fragen diejenigen aus, die möglichst viele
Zuhörer:innen beschäftigen. Wir freuen uns, wenn du deine Frage
mit uns teilst:
https://claudia-braun.de/podcast-audios.html#frage
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