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https://swissinnovatordaily.substack.com/p/furttal-erstes-schweizer-robotaxi
Willkommen zur Audio-Ausgabe von Swiss Innovator Daily — dem
kurzen Briefing zu KI-Automation für Schweizer KMU.
Heute geht es um Autonomie mit Leitplanken: Im Furttal startet
das erste buchbare Robotaxi der Schweiz, Bern archiviert Apertus,
und die Groupe Mutuel zeigt produktive Versicherer-KI. Dazu
günstigere Mittelklasse-Modelle, Guardrails für Agenten und die
Frage, ob «Human in the Loop» echt greift.
Was du mitnimmst:
1. iamo im Furttal: Seit 28.09. lassen sich drei selbstfahrende
Elektroautos per App buchen, mit Sicherheitsperson am Steuer, für
4.70 Franken plus 0.38 Franken pro Kilometer. Strecken mit
ÖV-Lücken notieren und festlegen, welche Sicherheitsstufe ein
Pilot braucht, bevor jemand «vollautonom» verkauft.
2. Museum für Kommunikation Bern: Eine vollständige Kopie des
Open-Source-Modells Apertus kommt in die Sammlung, dazu ein neues
KI-Lab. Festhalten, welches Modell in welcher Version kritische
Entscheide vorbereitet hat, und prüfen, ob eine lokale oder
CH-gehostete Kopie die Audit-Spur stärkt.
3. Groupe Mutuel: Rund 80 % der Kundenrechnungen laufen
Ende-zu-Ende automatisiert, Chatbot Eva arbeitet mit RAG, die
Verantwortung bleibt beim Menschen. Einen Prozess mit hohem
Belegvolumen wählen und Messgrösse, Freigabepflicht und Haftung
definieren, erst dann Tool und Modell.
4. Anthropic Claude Sonnet 5.5: Laut Anbieter über 30 % schneller
und bis zu 30 % weniger Kosten pro Aufgabe bei gleichen
Tokenpreisen. Den teuersten produktiven Use Case mit gleicher
Aufgabe gegen das bisherige Modell testen, Zeit und Token-Kosten
notieren, dann erst den Default wechseln.
5. Nvidia Open Agent Safety Platform: Sandbox OpenShell plus
Hardware-Wächter Sentry sollen ausbrechende Agenten in
Millisekunden isolieren. Aufschreiben, welche Tools und Domains
der Agent darf, und den Kill-Switch testen; oft reichen strenge
Sandbox, Netzsegmentierung und Logging.
6. Computerwoche: Viele «Human in the Loop»-Setups sind
Schein-Governance, weil Prüfern Stopp-Recht, Zeit oder Kontext
fehlen. Den eigenen Freigabeprozess diese Woche stressen: Kann
die benannte Person einen KI-Schritt wirklich abbrechen, gibt es
Protokoll und Eskalation?
Kurzfazit: Autonomie ohne Eingriff ist kein Fortschritt, ob
Robotaxi, Rechnungsagent oder Freigabe-Klick. Wer Tempo will,
braucht messbare Prozesse, echte Stopp-Rechte und Modelle, die
sich im Betrieb rechnen.
Swiss Innovator Daily · KI-Automation für Schweizer KMU
29.09.2026
Quellen u. a.: SRF, Kanton Zürich und Netzwoche (iamo Furttal),
Nau (Apertus), Netzwoche (Groupe Mutuel), heise (Claude Sonnet
5.5, Nvidia), Computerwoche (Human in the Loop).
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