Ich liebe dich. Aber ich laufe dir nicht mehr
hinterher.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Festhalten und
echter Liebe. Menschen dürfen kommen. Menschen dürfen gehen. Und
trotzdem darf ich entscheiden, mit wem ich meine Zeit verbringen
möchte.
Heute sitze ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in
Dortmund – kurz vor dem Vollmond, mitten in einem ziemlich
intensiven inneren Prozess.
Ich erzähle dir von meinem Abschied aus dem Ashram, meiner
Rückkehr nach Hause und davon, warum ich trotz eines Lebens, das
sich dort teilweise richtig gut angefühlt hat,
wusste: Ich muss gehen.
Nicht, weil alles schlecht war.
Sondern weil ich nicht mehr bereit bin, mich mit „ganz okay“
zufriedenzugeben.
Es geht um Menschen, die bei mir plötzlich ihre Masken ablegen
können. Um Nähe und Distanz. Um Commitment. Um die Frage, warum
es manchen Menschen leichter fällt, eine Maske zu tragen, als
wirklich gesehen zu werden.
Und es geht um mich.
Darum, wie ich früher für Menschen viel zu viel gegeben habe –
bezahlt, organisiert, eingeladen, gewartet, festgehalten – und
wie sich etwas verändert hat.
Heute frage ich mich:
Ist mir meine eigene Zeit das wert?
Ich spreche über meinen Selbstwert, über bedingungslose Liebe,
über Angst und darüber, warum ich glaube, dass wir nicht weniger
lieben müssen, um weniger Angst zu haben – sondern
vielleicht mehr.
Und dann ist da noch Thailand.
Ich habe einen Flug nach Koh Phangan gebucht, obwohl ich nicht
weiß, was mich dort erwartet. Ich weiß nicht, wer mitkommt. Ich
weiß nicht, wie lange ich bleibe. Ich weiß nur: Ich
gehe.
Vielleicht ist genau das Vertrauen.
Am Ende lese ich noch einen längeren Text über das Neue, Mut,
Liebe, Angst, Ego und die Frage, was passiert, wenn wir aufhören,
unser Leben aus der Vergangenheit heraus zu gestalten.
Und vielleicht ist das die eigentliche Message dieser Folge:
Liebe so viel und so tief du kannst.
Nicht um jemanden zu bekommen.
Sondern weil Liebe dein eigener Zustand sein
darf.
Schön, dass du hier bist.
Und schreib mir gerne:
Was würdest du tun, wenn du aufhörst, Menschen festhalten
zu wollen?
Alles Liebe,
Mara
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