Was passiert, wenn ein 14-Jähriger am Abend vor Muttertag
feststellt, dass er kein Geschenk hat? Im Fall von Björn
Heuser beginnt damit eine Karriere, die ihn Jahrzehnte
später vor Zehntausende Menschen in die LANXESS arena führen
wird. Sein erstes Geschenk an die Mutter: ein selbstgeschriebener
Song auf Kölsch. Heute sind daraus mehr als 600 registrierte
Werke, zwölf Studioalben und 30 Jahre auf der Bühne geworden.
Wir besuchen Björn in seinem neuen „Lädchen“ in
Köln-Bickendorf – einer Mischung aus Merch-Shop,
kreativem Arbeitsplatz und, wie er selbst sagt, „Stammkneipe ohne
Theke“. Zwischen T-Shirts, Platten und Songzitaten sprechen wir
darüber, wie alles angefangen hat: mit der Bontempi-Orgel seines
Vaters, Keyboard- und Klavierunterricht und einem musikalischen
Schlüsselmoment im Saturn am Kölner Hansaring.
Dort hört Björn 1996 zum ersten Mal bewusst BAP und das
Album „Amerika“. Plötzlich entdeckt er, dass seine
kölsche Muttersprache viel mehr erzählen kann als Karneval, Alaaf
und Party. Die Songs von Wolfgang Niedecken öffnen ihm eine neue
Welt – musikalisch, literarisch und politisch. Aus dem
jugendlichen Fan wird ein Liedermacher, der Jahre später selbst
mit seinem großen Vorbild auf der Bühne stehen wird.
Natürlich geht es auch um das, wofür viele Björn Heuser heute
kennen: seine legendären Mitsingkonzerte im Gaffel am
Dom. Seit 2008 steht er dort jeden Freitag mit seiner
Gitarre auf dem Tisch und bringt ein komplettes Brauhaus zum
Singen. Was einmal als Experiment begann, ist längst kölsche
Institution geworden – und einer der Ausgangspunkte für die große
Mitsing-Bewegung in Köln.
Aus dem Brauhaus führt der Weg schließlich in die LANXESS
arena: Mit „Kölle singt“ überträgt Björn das
Lagerfeuerprinzip auf Deutschlands größte Multifunktionshalle.
Aus der zunächst verrückt klingenden Idee werden ausverkaufte
Abende und schließlich sogar ein Besucherrekord mit
20.216 Tickets.
Aber Björn ist weit mehr als der Mann mit der Gitarre, der
kölsche Klassiker anstimmt. Er hat Hunderte eigene Songs
geschrieben und komponierte auch für zahlreiche andere kölsche
Künstler und Bands. Wir sprechen über seine Arbeit als
Songwriter, über Nashville und die Abbey Road Studios, über große
Bühnen und kleine Konzerte – und darüber, warum Authentizität für
ihn wichtiger ist als der nächste noch größere Erfolg.
Und dann wäre da natürlich noch die entscheidende Frage:
Was hat Björn Heuser eigentlich mit Laut aber Schief zu
tun?
Ein bisschen verraten wir schon: Es geht um einen seiner
bekanntesten Songs, einen ziemlich lauten Männerchor und eine
gemeinsame Neuaufnahme. Die ganze Geschichte gibt es allerdings
erst in der nächsten Folge.
Bis dahin: Kölsch sprechen, laut mitsingen und niemals vergessen,
wo man herkommt.
Björn Heuser: https://www.heuserkoeln.de/
Mails an: info@lautaberschief.de
Mehr Infos: https://lautaberschief.de
Oder ihr schreibt uns: info@lautaberschief.de
Ein Podcast von AudiotexTour – Moderation: Matz Kastning.
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