Kennst du diese Momente, in denen du dich hinterher fragst:
„Warum habe ich eigentlich so reagiert?“
Jemand kritisiert dich – und du gehst sofort in die Verteidigung.
Du wirst wütend oder möchtest am liebsten aus der Situation
verschwinden. Vielleicht passiert auch etwas ganz anderes: Dein
Kopf wird plötzlich leer, du findest keine Worte – und zwei
Stunden später weißt du ganz genau, was du gerne gesagt hättest.
Oder du lächelst, stimmst zu und versuchst, die Situation zu
beruhigen, obwohl sich in dir eigentlich alles dagegen sträubt.
Warum reagieren wir manchmal so schnell, noch bevor unser
Verstand überhaupt hinterherkommt?
In dieser Folge meiner Reihe „Psychologie
verstehen“ schauen wir uns die bekannten Begriffe
Fight, Flight, Freeze und Fawn genauer an – auf
Deutsch: Kampf, Flucht, Erstarrung und Anpassung
beziehungsweise Beschwichtigung.
Gemeinsam mit Anna betrachten wir dieselbe Situation gleich
viermal und beobachten, wie unterschiedlich unser System auf
Stress und eine wahrgenommene Bedrohung reagieren kann.
Du erfährst, welche Funktion diese Reaktionsweisen haben können,
was dabei in unserem Nervensystem geschieht und warum wir
Menschen trotzdem nicht einfach in vier feste „Nervensystemtypen“
einteilen können.
Denn vielleicht erstarrst du in einem Gespräch mit deinem Chef,
gehst mit deinem Partner eher in den Kampf und merkst bei einem
anderen Menschen, wie schnell du dich anpasst und versuchst, die
Stimmung wieder in Ordnung zu bringen.
Wir sprechen auch darüber, warum Selbstregulation nicht
bedeutet, immer ruhig und entspannt zu bleiben. Ärger,
Aktivierung und der Wunsch, sich zu schützen, gehören zu unserem
menschlichen Erleben. Regulation kann uns dabei helfen, wieder
mehr Zugang zu unseren Handlungsmöglichkeiten zu bekommen.
Ein Gedanke ist mir in dieser Folge besonders wichtig:
Verstehen bedeutet nicht, jedes Verhalten zu
entschuldigen. Wir können Verantwortung für unser Verhalten
übernehmen, ohne uns dafür abzuwerten.
Dafür gebe ich dir ein kleines Modell mit:
Bemerken – Regulieren – Entscheiden.
Was passiert gerade in meinem Körper? Was brauche ich, um wieder
etwas mehr Orientierung zu bekommen? Und wie möchte ich mit der
Situation umgehen, wenn mir wieder mehr als eine
Reaktionsmöglichkeit zur Verfügung steht?
Vielleicht entsteht dadurch mit der Zeit etwas sehr Wertvolles:
mehr Raum zwischen dem ersten automatischen Impuls und
dem, was du tatsächlich tun oder sagen möchtest.
Denn deine erste Reaktion ist nicht automatisch deine einzige
Möglichkeit.
Wenn du noch tiefer verstehen möchtest, wie unser Nervensystem
auf innere und äußere Reize reagiert, passen diese beiden Folgen
sehr gut als Ergänzung:
Folge 74 | Psychologie verstehen: Warum mich
Kleinigkeiten so stark treffen – Trigger verstehen
[LINK ZUR TRIGGER-FOLGE]
Selbstregulation beginnt in Beziehung – Warum wir
Co-Regulation brauchen
[LINK ZUR FOLGE SELBSTREGULATION & CO-REGULATION]
Wenn du dich mit Themen wie Selbstwert, Ängsten, Stress,
innerer Regulation und persönlicher Entwicklung
intensiver beschäftigen möchtest, findest du mich auch regelmäßig
mit verschiedenen Seminaren bei Yoga
Vidya.
ZU DEN YOGA-VIDYA-SEMINAREN
Mehr über meine therapeutische Arbeit, meine Praxis in Düsseldorf
und meine weiteren Angebote findest du hier:
Hypnosepraxis Düsseldorf
Auf Instagram findest du mich unter
@hypnosepraxisduesseldorf.de.
Wenn dir diese Folge gutgetan oder geholfen hat, dich selbst ein
Stück besser zu verstehen, teile sie gerne mit einem
Menschen, für den dieses Thema ebenfalls hilfreich sein könnte –
von Herz zu Herz.
Und wenn du meinen Podcast unterstützen möchtest, freue ich mich
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Von Herz zu Herz,
deine Peggy
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