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In dieser Folge von *Boden und Leben* sprechen wir nach einer
längeren Pause über die aktuellen Veränderungen im Weinbau. Wir
ordnen ein, warum besonders in Deutschland viele Weinberge
wirtschaftlich unter Druck stehen und warum gerade Steillagen und
handarbeitsintensive Flächen schwer zu erhalten sind.

Wir stellen Christin Marie Müller vor, die als „Die Weinfee“ auf
Instagram über Wein ganz allgemein, den Weinbau, Herkunft und
insbesondere die besorgniserregenden Veränderungen aufklärt. Sie
erzählt von ihrer Herkunft aus einem Familienweingut am
Mittelrhein, ihrer Ausbildung im Hotel- und Sommelierbereich.

Ein Schwerpunkt liegt auf den wirtschaftlichen Ursachen der
Krise. Wir sprechen über hohe Produktionskosten, Importmengen und
den Preisdruck durch günstige Weine und Schaumweine aus dem
Ausland. Dabei geht es auch um den Unterschied zwischen
industriell erzeugter Massenware und handwerklich geprägten
Weinen mit wechselnden Jahrgängen und Herkunftsprofilen und
insbesondere mangelnde Transparenz für den Verbraucher über die
Herkunft von Wein und Sekt.

Wir diskutieren außerdem die Rolle von Image, Transparenz und
Verbraucherinformation. Christin kritisiert, dass auf Etiketten
oft nicht klar genug erkennbar ist, woher die Trauben stammen,
und erklärt ihre Petition zu mehr Kennzeichnung. Auch die Wirkung
von Social Media, Wein-Events und direkter Aufklärung wird
thematisiert.

Ein weiterer großer Themenblock ist die Kulturlandschaft. Wir
sprechen über Rodungsprämien, den Verlust von Steillagen, die
Folgen für Tourismus und Gastronomie sowie über das Leben, das in
den Weinbergen verschwindet. Zum Schluss geht es darum, wie mehr
Stolz, mehr Offenheit und mehr Bewusstsein für deutschen Wein
helfen könnten.
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„#43 - Der deutsche Weinbau in der Krise“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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