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  4. Zwischen Farbchaos und Krankenhausflur
Bei Familie Alltagswahnsinn stehen Malerarbeiten an. Eigentlich
klingt das ganz einfach: Farbe aussuchen, Wände streichen, fertig.
Doch wer Frau Alltagswahnsinn kennt, weiß: „Ganz einfach“ ist bei
ihr höchstens die Beschreibung auf dem Farbeimer – und selbst die
wird vorsichtshalber dreimal gelesen. Schon bei der Farbauswahl
begann das große Drama. Weiß war zu langweilig, Creme zu gelb,
Beige zu beige und „Sanfter Morgennebel“ sah verdächtig danach aus,
als hätte jemand Grau nur einen besonders schicken Namen gegeben.
Nach ungefähr 47 Farbkarten, mehreren Diskussionen und einem
kritischen Blick bei Tageslicht, Lampenlicht und
Handy-Taschenlampenlicht stand fest: Es muss eine Farbe sein, die
gemütlich wirkt, zu den Möbeln passt, kleine Flecken verzeiht und
möglichst auch noch gute Laune macht. Die Malerarbeiten selbst
liefen ebenfalls nach bewährtem Alltagswahnsinn-Prinzip: Die Wand
bekam Farbe, der Boden ein paar Sprenkel, die Kleidung ein neues
Muster und irgendwo fand sich garantiert ein Pfotenabdruck, obwohl
offiziell niemand in der Nähe gewesen war. Der Farbroller tropfte
natürlich bevorzugt dort, wo keine Folie lag, und das Klebeband
hielt entweder gar nicht oder so fest, als wolle es für immer Teil
der Wand bleiben. Doch mitten zwischen Farbrollen, Abdeckfolie und
der lebenswichtigen Frage, ob „Warmes Sandbeige“ wirklich wärmer
ist als „Heller Küstenkiesel“, kommt nun eine kleine Planänderung:
Frau Alltagswahnsinn muss ins Krankenhaus, damit dort etwas genauer
abgeklärt werden kann. Natürlich hätte sie sich für eine Pause auch
ein Wellnesshotel aussuchen können – aber offenbar war der
Terminplan im Krankenhaus schneller frei. Also werden die Pinsel
vorübergehend geparkt und die Farbkarten gegen
Untersuchungsunterlagen getauscht. Die Wände können warten –
schließlich laufen sie nicht weg. Und wenn Frau Alltagswahnsinn
wieder zu Hause ist, geht es weiter. Vielleicht fällt die
Entscheidung dann sogar leichter. Krankenhausweiß scheidet
jedenfalls schon einmal ganz klar aus!
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„Zwischen Farbchaos und Krankenhausflur“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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