Es gibt Tausende gute Hard-Techno-DJs, die technisch sauber
auflegen und trotzdem in denselben kleinen Slots hängenbleiben.
Nanoviola steht mit einer Bratsche hinter dem Pult, spielt live
über ihre eigenen Sets und wird international gebucht.
Natalia Novikova hat mit sechs Jahren in St. Petersburg
angefangen, wurde dort zur klassischen Bratschistin ausgebildet
und ist später nach Deutschland gezogen, um bei Professorinnen
und Professoren zu studieren, die selbst als Solisten in Häusern
wie der Staatskapelle Berlin oder dem Residentie Orkest Den Haag
spielen. Dazu hat sie in Hamburg Music Business studiert, weil
ihr früh klar war, dass Können allein keine Karriere trägt. Heute
spielt sie ihre Bratsche live über Techno und Hardstyle, hat beim
Rave The Planet in Berlin gespielt und auf Labels wie Revealed
Recordings, Q-Dance und SonaxX released.
Was einen Artist wirklich nach vorne bringt, sagt sie ziemlich
deutlich: Branding, Marketing und Verkaufen, nicht Talent und
nicht die Musik allein. Wie schnell das kippen kann, zeigt ihre
eigene Zahl, denn im Mai lag sie noch bei 28.000 Followern, dann
sind drei, vier Test-Reels viral gegangen und sie stand bei über
40.000.
Wenn du auflegst, dich von den anderen im Lineup unterscheiden
willst und dabei ständig zwischen Studio, Content und Bookings
zerrissen wirst, ist diese Folge für dich.
**Nanoviola / NNVL Label**
Instagram: https://www.instagram.com/nanoviola
Melodic-Projekt: https://www.instagram.com/axikamusic
Label: https://www.instagram.com/nnvl_rec
**Wavewolf Studios**
Website: https://www.wavewolfstudios.com
Instagram: https://www.instagram.com/wavewolfstudios/
**Kapitel**
00:00 Intro
01:23 Bratsche und Hard Techno: wer Nanoviola ist
02:23 Über 20 Jahre Klassik, von St. Petersburg nach Deutschland
04:23 Jazz, Improvisation und der erste Kontakt mit Ableton
07:23 Von Future Rave über Big Room zu Hard Techno
10:53 Warum sie sich kein Genre-Etikett aufkleben lässt
12:53 Die Bratsche als Signature Sound
13:38 Viola oder Violine: der Unterschied zum Anhören
15:53 Wie die Techno-Crowd auf die Live-Bratsche reagiert
17:23 „Du fakest doch" und warum der Vorwurf von DJs kommt
20:23 Tempo, Übergänge und Multitasking auf der Bühne
23:23 Improvisation im Set und ein absolutes Gehör
25:23 Klassische Melodien ins Hard-Techno-Raster bringen
27:23 Was das Klassikstudium fürs Producing bringt und was bremst
31:09 Der wichtigste Tipp für Newcomer: Time Management
32:39 Branding schlägt Talent
34:39 Disziplin statt Motivation
36:09 DJing, Producing, Social Media: drei Vollzeitjobs
37:09 Erst die eigene Stärke finden, dann die Zeit verteilen
41:39 Wenn die Zeit fehlt: Co-Produzenten und Team
44:09 Drei Tage nichts gepostet und die Reichweite bricht ein
48:39 Von 28.000 auf 40.000 Follower durch virale Test-Reels
52:39 Geht eine Karriere ohne eigene Tracks?
54:39 Bootlegs und Mashups als Türöffner
1:00:29 Highlights: Freiburg, Berlin und die China-Tour
1:04:39 Was als Nächstes kommt: Album und Kollaborationen
1:06:54 Eigenes Label oder Label-Deal: wem die Rechte gehören
1:10:39 Playlist-Plays sind noch keine Fans
1:14:39 TikTok, Spotify und warum Cross-Posting reicht
1:18:09 DistroKid und die Label-Verwaltung
1:19:39 Dream-Collab: Timmy Trumpet
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