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Wird Psychotherapie zum Luxusgut? Wie schlimm die Kürzungen wirklich sind

Wird Psychotherapie zum Luxusgut? Wie schlimm die Kürzungen wirklich sind

BZ am Ohr vor 3 Tagen
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Ein Drittel aller Menschen braucht irgendwann im Leben mal
psychotherapeutische Hilfe. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen
ist die Lage dramatisch. Etwa jedes fünfte Kind lebt mit einer
psychischen Störung. Und trotzdem wird im Bereich der
Psychotherapie gerade massiv gekürzt – und zwar an mehreren
Stellen. Wird Psychotherapie also zum Luxusgut, das sich bald nur
noch Reiche und Privatversicherte leisten können? Im Podcast BZ am
Ohr sprechen darüber mit BZ-Redakteurin Dora Schöls zwei Freiburger
Psychotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung. Martin Klett
ist Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche mit Praxis in
Freiburg, außerdem Vizepräsident der Landespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg und im Landesvorstand des Berufsverbands bvvp.
Anne Dormann ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie mit eigener Praxis in Freiburg. Darüber hinaus ist
sie Delegierte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
und Bezirksvertreterin des Berufsverbands bvvp. Die Honorarkürzung
um 4,5 Prozent machte im Frühjahr Schlagzeilen - diese hat
mittlerweile ein Gericht vorläufig ausgesetzt. Doch seitdem kamen
weitere erhebliche Kürzungen dazu: Mit dem
GKV-Beitragssatzstabilisierungs-Gesetz fallen psychotherapeutische
Leistungen wieder unter einen Budgetdeckel. Therapeutinnen und
Therapeuten bekommen also nur eine begrenzte Zahl an
Therapiestunden bezahlt. Fallen damit überall Therapieplätze weg?
Oder ist es nicht eigentlich fair, dass in allen Bereichen gekürzt
wird? Und was bedeutet das alles für Kinder und Jugendliche, deren
psychische Gesundheit seit der Corona-Pandemie in einer Dauerkrise
steckt? Kürzen Politik und Krankenkassen hier nicht an der völlig
falschen Stelle? Und das in einer Zeit, in der die Ausbildung von
Psychotherapeuten völlig umgebaut wird - die Finanzierung des neuen
Systems aber noch gar nicht sicher ist. Antworten gibt es in dieser
Folge von BZ am Ohr. Wo finde ich Hilfe? Die erste Anlaufstelle
kann und sollte immer der Hausarzt oder die Hausärztin sein. Für
eine psychotherapeutische Sprechstunde, in der abgeklärt wird, ob
eine Psychotherapie indiziert ist, ist es sinnvoll, direkt mehrere
psychotherapeutische Praxen zu kontaktieren. Alternativ kann man
sich an die Termin-Servicestelle unter der Telefonnummer 116 117
wenden. Für schwere Notlagen bieten auch Psychiater freie
Sprechstunden an, für die man keinen Termin braucht. Man sollte bei
der Suche nach einem Therapieplatz ausdauernd dranbleiben - Anne
Dormann empfiehlt hier zum Beispiel die Tamly-App für
Kassenpatienten. Bei akuten Notfällen und unmittelbarer
Suizidgefahr sollte man den Notruf unter 112 wählen oder direkt in
die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses fahren. Darüber hinaus
gibt es rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter der Nummer 0800
111 01 11 oder auch per Chat, alle Infos dazu unter
www.telefonseelsorge.de. Einen Überblick über Selbsthilfegruppen in
der Region gibt es unter www.selbsthilfe-freiburg.de und unter
www.selbsthilfegruppen-freiburg.de. Infos gibt es auch hier:
www.deutsche-depressionshilfe.de/akut
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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