Chronisch kranke Hunde – warum Fütterung und Mikronährstoffe
wichtig sind
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge.
Heute sprechen wir über chronisch kranke Hunde und eine Frage,
die oft zu kurz kommt: Welche Rolle spielen Fütterung und
Nährstoffversorgung?
Ob Arthrose, Allergien, Verdauungsprobleme oder wiederholte
Bandscheibenvorfälle: Wir sollten nicht nur auf das einzelne
Symptom schauen. Ein Bandscheibenvorfall muss tierärztlich
abgeklärt und behandelt werden. Je nach Schweregrad können
Schmerzmittel, Physiotherapie oder eine Operation nötig sein.
Wenn ein Hund aber immer wieder Probleme bekommt, frage ich
zusätzlich: Wie steht es um seine Muskulatur und sein
Körpergewicht? Wie funktioniert seine Verdauung? Und deckt seine
tägliche Fütterung seinen Bedarf?
Muskeln, Bänder und andere Gewebe tragen zur Funktion der
Wirbelsäule bei. Für ihren Erhalt benötigt der Körper unter
anderem Eiweiß, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Das heißt
nicht, dass ein Nährstoffmangel einen Bandscheibenvorfall
verursacht. Auch Veranlagung, Alter, Körperbau und Belastung
spielen eine Rolle. Eine unpassende Fütterung kann einen ohnehin
belasteten Hund aber zusätzlich beeinträchtigen.
Ein weiterer Punkt ist der Darm: Dort werden viele Nährstoffe
aufgenommen. Bei anhaltendem Durchfall, Erbrechen oder anderen
Verdauungsproblemen schaue ich deshalb genauer hin. Dass ein
Futter laut Verpackung alle Nährstoffe enthält, beantwortet noch
nicht jede Frage zur individuellen Versorgung des Hundes.
Ein paar Beispiele: Magnesium wird für Muskeln und Nerven
benötigt. Zink ist unter anderem für Haut und Fell wichtig,
Kupfer für die Bildung von Bindegewebe. Selen ist an
antioxidativen Schutzsystemen und am Schilddrüsenstoffwechsel
beteiligt. B-Vitamine unterstützen Nerven und
Energiestoffwechsel. Bei Calcium und Phosphor kommt es auf eine
bedarfsgerechte Menge und ein passendes Verhältnis an.
Omega-3-Fettsäuren können ebenfalls Teil einer abgestimmten
Fütterung sein.
Doch mehr hilft nicht automatisch mehr. Auch eine Überversorgung
kann schaden. Nahrungsergänzungen sollten deshalb zum Hund, zum
Futter und zu möglichen Erkrankungen passen – gerade bei Nieren-,
Leber- oder Schilddrüsenproblemen.
Eine Futterumstellung heilt keinen Bandscheibenvorfall und
ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Sie kann aber dazu
beitragen, den Hund bedarfsgerecht zu versorgen und ein gesundes
Gewicht sowie den Erhalt seiner Muskulatur zu unterstützen.
Bei wiederholten Bandscheibenvorfällen braucht es ein
Gesamtkonzept: Diagnose und Schmerztherapie, gezielte
Physiotherapie, angepasste Bewegung, behutsamen Muskelaufbau und
eine passende Fütterung. Nur eine Blockade zu lösen, reicht
möglicherweise nicht, wenn der Hund gleichzeitig kaum Muskulatur
hat, übergewichtig ist oder dauerhaft Verdauungsprobleme zeigt.
Das verstehe ich unter ganzheitlichem Arbeiten: Ich frage nicht
nur, wo es wehtut. Ich schaue auf den ganzen Hund und darauf,
welche Unterstützung er individuell braucht.
Ich bin Andrea Bachem von Tiergesundheit nach Andrea Bachem. Wenn
du Fragen zur Fütterung oder zur ganzheitlichen Begleitung deines
Hundes hast, melde dich gerne bei mir.
Bis zur nächsten Folge – alles Liebe für dich und deinen
Vierbeiner.
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