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  3. Schluss mit Bullshit - Psychotherapeuten klären auf Podcast
  4. Die Kunst der Manipulation - Spielregeln erklärt
1
In dieser Folge von Schluss mit Bullshit sprechen Silvia und
Rainer darüber, wie Manipulation in Beziehungen funktioniert. Wie
bekomme ich meinen Partner zum Beispiel dazu, dass dieser mir die
Füße massiert? Wie sorge ich dafür, dass ich weniger auf der
Arbeit machen muss und meine Kolleginnen mehr von meinen Aufgaben
übernehme?

Wie immer, wissen ist Macht. Manipulationen zu erkennen erlaubt
uns Handlungsfähigkeit und das Gefühl von Kontrolle über eine
Situation. Lass ich mich Manipulieren, oder nicht.

Im Mittelpunkt stehen das Erkennen von Manipulation über das
eigene Störgefühl, die Rolle von Images und Appellen sowie
Strategien, mit denen man sich nicht in Spiele hineinziehen
lässt.

Die beiden gehen auf klassische manipulative Spiele ein, die wir
sicherlich schon alle mal in der Praxis bei Menschen in unserem
Umfeld erlebt haben. Die Hörer dürfen lernen die
Manipulationsspiele zu erkennen und zu durchschauen. Um dann
entscheiden zu können ob Sie mitspielen möchten.

Besprochene Spiele

Das Mords-Molli-Spiel: Der Wunsch nach
Anerkennung, Bewunderung und Bestätigung durch demonstrative oder
subtile Selbstdarstellung.

Das Abwertungsspiel: Andere werden
abgewertet, um eigene Selbstzweifel zu regulieren und sich selbst
aufzuwerten.

Exkulpierung: Verantwortung für Fehler oder
Misserfolge wird abgegeben, indem die Schuld bei anderen
Personen oder den Umständen gesucht wird.

Das Spiel „Opfer der Umstände“: Alles, was
schiefläuft, wird systematisch von sich selbst weg attribuiert.

Distanz als Interaktionsspiel: Andere werden
durch Nicht-Reaktion, fehlenden Blickkontakt oder ausbleibende
emotionale Signale auf Abstand gehalten.

Flirten als manipulative Strategie: Flirten
wird eingesetzt, um Aufmerksamkeit und Bestätigung zu bekommen,
ohne tatsächlich eine Beziehung oder sexuelle Begegnung
anzustreben.

Das Arme-Schwein-Spiel: Eine Person stellt
sich langfristig als hilflos, leidend und unfähig dar, um andere
einzuspannen, Verantwortung abzugeben und Unterstützung zu
erhalten.

Das heroische Arme-Schwein: Zum Leiden und
Klagen kommt die Botschaft hinzu, trotz aller Widrigkeiten
außergewöhnlich stark und bewundernswert zu sein.

Das Trojanische Pferd: Eine
beziehungsschonende Gegenstrategie, bei der Manipulation nicht
frontal angegriffen, sondern indirekt und möglichst konfliktarm
transparent gemacht wird.

Kommentare (1)

Gr
Grauton vor 5 Tagen

Wenn man seinen Podcast schon "Schluss mit Bullshit" nennt, dann sollte man selbst keinen Bullshit (weiter-)verbreiten, wie es hier über schizoide Patienten getan wurde. Der Eindruck, kaum welchen zu begegnen, kann auch schlicht daher kommen, dass man sie gar nicht erkennt, wenn sie vor einem sitzen, weil die Realität nicht zu dem Bild passt, das man in seiner Ausbildung gelernt hat. Über keine Persönlichkeitsstörung wird so viel Bullshit verbreitet wie über diese. Einfach mal in Zukunft einen genaueren Blick auf die Introvertierten oder unsicher-vermeidend Gebundenen in der eigenen Praxis werfen und bei "schizoid" nicht an eine obskure Variante von Autismus denken.

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„Die Kunst der Manipulation - Spielregeln erklärt“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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