IRGENDWAS MIT NACHHALTIGKEIT?
S3 E18 - Die ohne Jobs
Im März habe ich hier eine Folge über „Jobs mit Sinn“ gemacht.
(Staffel 2, Folge 18..)
Über Nachhaltigkeitsjobs, einen boomenden Arbeitsmarkt, erste
Zeichen der Ernüchterung und die Frage, ob Nachhaltigkeit
überhaupt ein eigener Beruf sein muss.
Sechs Monate später ist es Zeit für die Fortsetzung.
Diesmal geht es um die... nunja die ohne Jobs.
Denn irgendetwas ist in den letzten zwei Jahren gekippt.
Nachhaltigkeitsabteilungen werden kleiner, Budgets enger,
Projekte verschoben und aus dem regulatorischen Rückenwind der
letzten Jahre ist spätestens mit dem Omnibus ein ziemlich
kräftiger Gegenwind geworden. Gleichzeitig ist die Arbeit
erstaunlicherweise nicht verschwunden.
PPWR, Lieferketten, Scope 3, Energie, Rohstoffe,
Kundenanforderungen, Klimarisiken, EcoVadis, SBTi, Produktdaten
und geopolitische Abhängigkeiten interessieren sich nur begrenzt
dafür, ob gerade noch jemand „Sustainability Manager“ auf der
Visitenkarte stehen hat.
Ausgangspunkt dieser Folge sind Gespräche auf der
B.A.U.M.-Jahrestagung: offiziell viel Aufbruch, in den Gesprächen
dazwischen aber auch Unsicherheit, Überlastung und die Frage, wie
viel echte Transformation zwischen Regulierung, Reporting und
Krisenmanagement eigentlich noch übrig bleibt.
Wir schauen auf den Nachhaltigkeitsarbeitsmarkt, sinkende
Gehälter und veränderte Rollen, auf Omnibus und regulatorisches
Whac-A-Mole, auf Beratung nach dem CSRD-Goldrausch und auf eine
Wirtschaft, die gleichzeitig mit Energiepreisen, geopolitischen
Risiken, schwachem Exportgeschäft und neuen Abhängigkeiten
umgehen muss.
Also: Vielleicht erleben wir gerade gar nicht das Ende der
Nachhaltigkeitsarbeit.
Vielleicht erleben wir gerade die endgültige Entkopplung von
Nachhaltigkeitsarbeit und Nachhaltigkeitsjobs.
Die Stelle ist weg. Die Aufgabe leider nicht.
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