Beruf und Passion – Anwältin und Filmemacherin
Was passiert, wenn Beruf und Leidenschaft nicht sauber
voneinander getrennt sind?
Sandra De Vito ist Wirtschaftsanwältin, Filmemacherin und
Autorin – und vor allem jemand, der sich für Menschen
und ihre Geschichten interessiert. Genau diese Leidenschaft
verbindet auf erstaunliche Weise ihre unterschiedlichen Welten.
Denn auch als Anwältin geht es für Sandra um Geschichten.
In ihrer Tätigkeit im Wirtschaftsrecht und in der Prozessführung
muss sie Fakten verstehen, Vertrauen zu ihren Klientinnen und
Klienten aufbauen und daraus eine Geschichte entwickeln, die vor
Gericht nachvollziehbar und überzeugend ist. Dabei, so Sandra,
ist kaum eine Geschichte einfach nur schwarz oder weiss.
Doch der Anwaltsberuf allein reicht Sandra offensichtlich nicht.
Kindertheater gründen?
Eine Plattform für Nannyvermittlung aufbauen?
Oder gleich einen eigenen Dokumentarfilm produzieren?
Wenn sie eine Idee begeistert und sie darin einen Sinn erkennt,
beginnt sie umzusetzen. Geld sei bei diesen Projekten gerade
nicht der Hauptantrieb. Es sind Herzensprojekte
und dieses berühmte „innere Feuer“, das sie antreibt.
Besonders eindrücklich finde ich ihre Definition von Erfolg.
Sandra erzählt in der Folge auch von einem Moment ihrer Karriere,
in dem etwas nicht so lief wie gewünscht: Sie wurde in einer
früheren Kanzlei nicht Partnerin. Rückblickend führte das zu
einer entscheidenden Frage:
Wann ist etwas eigentlich ein Erfolg?
Für Sandra liegt Erfolg nicht nur im Ergebnis. Der Weg, die
Erfahrungen und die Menschen, mit denen man etwas aufbaut, können
viel wertvoller sein als dieser eine Moment am Ziel.
Genau diese Haltung zeigt sich auch bei ihrem bisher wohl
grössten Herzensprojekt:
Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit unserer eigenen
Geschichte – mit Familie, früheren Generationen, unserer
Gesellschaft und den Werten, auf deren Fundament wir heute
stehen.
Sandras Überzeugung: Wer versteht, woher er kommt und auf welchem
Fundament er steht, kann den nächsten Schritt mit mehr Zuversicht
gehen.
Dabei war Sandra selbst ursprünglich überhaupt nicht im
Filmgeschäft zu Hause.
Sie begann mit einer Idee, schrieb, produzierte erste Aufnahmen
und erstellte mit ihrem Team einen rund zwölfminütigen ersten
Film. Damit begann sie, Unterstützerinnen und Unterstützer für
ihre Vision zu gewinnen.
Am Ende entstand daraus ein grosses Projekt, an dem über
130 Menschen in irgendeiner Form beteiligt waren. Sandra
beschreibt sehr schön, wie Begeisterung überspringen kann:
Menschen helfen, öffnen Türen und stellen neue Verbindungen her.
Gleichzeitig sprechen wir auch darüber, was passiert, wenn andere
sagen:
„Jetzt spinnst Du.“
Sandra kennt solche Reaktionen. Ihre Antwort darauf ist
bemerkenswert einfach:
Was ist das Schlimmste, das passieren kann?
Vielleicht kommt der Film nicht zustande. Aber dann hat sie es
zumindest versucht und ihr Bestes gegeben.
In dieser Folge sprechen wir unter anderem über:
Sandras ungewöhnlichen Weg zur Wirtschaftsanwältin
warum Storytelling auch vor Gericht eine zentrale Rolle
spielt
den Mut, Ideen tatsächlich umzusetzen
Herzensprojekte versus finanzielle Motivation
ihre persönliche Definition von Erfolg
den Umgang mit Rückschlägen und Kritik
weshalb nicht jeder Lebensweg einen Masterplan braucht
wie aus einer Idee ein Dokumentarfilm wurde
Vertrauen als eine der grössten Formen von Motivation
den Dokumentarfilm „The Mindsetters – Geschichte
macht stark“
und natürlich über Mindset, Filme und Leidenschaft
Sandra bringt ihre Haltung am Ende der Folge passend mit einem
Filmtitel auf den Punkt:
„La vita è bella – das Leben ist schön. Also geniessen
wir es.“
The Mindsetters – Geschichte macht stark
Aktuelle Kinodaten: «TheMindsetters»: Trailer & Spielzeiten
in den blue Cinemas
Sandra De Vito auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/sandra-de-vito-12610b5/
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