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Tamara Štajner: «Es fehlt an wütenden Frauen»

Tamara Štajner: «Es fehlt an wütenden Frauen»

Musik für einen Gast vor 1 Monat
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In ihrem aktuellen Roman «Luft nach unten» beschreibt die
Schriftstellerin, Musikerin und Performerin Tamara Štajner eine
Frau, die so richtig schön wütend werden kann. Etwas, was ihr in
der sonstigen Literatur immer gefehlt hat. Tamara Štajner stammt
aus dem ehemaligen Jugoslawien, ist aber zu jung, um wirklich noch
Erinnerungen daran zu haben. Auch der Jugoslawienkrieg ist an ihr
vorbeigegangen, denn sie wuchs in Slowenien auf, wo der Krieg
glücklicherweise nur wenige Tage gedauert hat. Trotzdem ist sie von
der jugoslawischen Geschichte geprägt, hatte sie doch einen
Grossvater, der Zwangsarbeit bei den Deutschen, den Kampf der
Partisanen und die Gefangeneninsel Goli Otok er- und überlebt und
trotzdem nie den Glauben ans Gute verloren hat. Sie selbst zieht
als junge Frau nach Wien um Viola zu studieren. Sie wird Musikerin,
Performerin und Schriftstellerin und gewinnt mit Auszügen aus ihrem
aktuellen autobiografisch motivierten Roman «Luft nach unten» den
«Kelag-Preis» beim Wettlesen am Ingeborg-Bachmann-Preis 2024. Von
ihrer Prägung durch die Familie und der Bedeutung der Kunst schon
als Kind, von ihrem Wechsel nach Wien und ihrem Leben mit drei
Berufen, von ihrer Musik und auch von den «Illyrischen Furien», wie
sie die kämpferischen und oftmals wütenden jugoslawischen Frauen
bezeichnet und beschreibt, erzählt Tamata Štajner im Gespräch mit
Gastgeber Michael Luisier. Die Musiktitel: - Elis Regina und
Antonio Carlos Jobim: Aguas de Março - Arnold Schönberg: Verklärte
Nacht, 4. Satz (Janine Jansen, Boris Brovtsyn, Amihai Grosz, Maxim
Rysanov, Torleif Thedéen, Jens-Peter Maintz) - Anna Anderluh:
Improvistation I - «Casta Diva» aus der Oper «Norma» von Vincenzo
Bellini (Maria Callas, Sopran; Orchestra del Teatro alla Scala;
Tullio Serafin, Leitung) - Clara Iannotta: The purple fuchsia bled
upon the ground (Ausschnitt) (Pierre-Laurent Aimard, Klavier; WDR
Sinfonieorchester; Elena Schwarz, Leitung)
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„Tamara Štajner: «Es fehlt an wütenden Frauen»“

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