Bruder Christian Da geht jemand auf den Markt, um Arbeiter
anzuwerben, denn es gibt an viel zu tun. Er geht Morgens und noch
öfter, den ganzen Tag über – und jedes Mal aufs Neue findet er
Menschen, die untätig herumsitzen. Eine interessante Frage stellt
Bruder Christian in seinem Impuls: Warum hat dieser Arbeitgeber
selbst am Abend noch nicht alle gefunden, obwohl er den ganzen Tag
nach ihnen gesucht hat? [Evangelium: Matthäus, Kapitel 20, Verse 1
bis 16] In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende
Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer,
der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg
anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für
den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde
ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die
keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen
Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. m
die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder
hinaus und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal
hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu
ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig? Sie antworteten:
Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in
meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer
des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen
den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten! Da
kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und
jeder erhielt einen Denár. Als dann die Ersten kamen, glaubten sie,
mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denár. Als sie ihn
erhielten, murrten sie über den Gutsherrn und sagten: Diese Letzten
haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns
gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze
ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht
kein Unrecht. Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart? Nimm
dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist
dein Auge böse, weil ich gut bin? So werden die Letzten Erste sein
und die Ersten Letzte. Abdruck des Evangelientextes mit
freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet; Evangelien für die Sonntage: Lektionar I-III 2018 ff.
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