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Der Bandname des deutsch-französischen Trios führt möglicherweise
ein wenig in die Irre – haben dessen Songs doch wenig mit den
malmend-mächtigen Zeitlupenriffs und -rhythmen von Doom Metal-Bands
wie Candlemass, Cirith Ungol oder The Obsessed gemein. Stattdessen
gehen Berliner Doom eher flott zu Werke, wenngleich sie die
dreistelligen Beats-pro-Minute-Zahlen ihrer Anfänge als
Grindcore-Duo zugunsten eines kantig-kalten
Dark-Wave-Midtempo-Sounds ad acta gelegt haben. Damit erinnern sie
nun eher an DAF, Malaria! oder Fehlfarben denn (frühe) Carcass oder
Napalm Death. Geblieben sind die Vorlieben für Wortspiele und
Kürze: Nachdem sie für die 2023er EP "Wer das hört ist doom" noch
ganze 12 (!) Stücke auf sieben Zoll Vinyl unterbrachten, sind es
auf ihrem neuen Album "Notre Doom" immerhin noch zehn, von denen
das "längste" knapp die Zweieinhalb-Minuten-Marke knackt. Im Titel
kommt – nach dem Berliner Sakralbau im Bandnamen – nun auch die
wohl berühmteste Pariser Kathedrale zu ihrer Verballhornungsehre,
während die 2024 zu den Gründungsmitgliedern Daniel Wiest und Boris
Guschlbauer gestoßene französische Sängerin Claire Roy die
Songtexte in ihrer Muttersprache sowie in charmant von deren Akzent
gefärbtem Deutsch oder Englisch vorträgt. Das klangliche
Endergebnis evoziert exzessive Berliner Nächte unter Schwarz- und
Neonlicht, zwischen U-Bahn ("Mehringdamm") und Club ("Lost On The
Dancefloor") beziehungsweise Euphorie und Hangover. Die
Gelegenheit, mehr über das Trio zu erfahren und natürlich auch in
"Notre Doom" reinzuhören, dessen Erscheinen am 28.10. mit einer
Release-Show im Schokoladen gefeiert wird, bietet der heutige
Besuch von Berliner Doom als unsere radioeins-Lokalmatadore.
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„Berliner Doom“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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