Kann ein einziger Gedanke unser Leben verändern? Manche
philosophischen Ideen wirken wie ein Funke: Sie bringen uns dazu,
unsere Gewissheiten zu hinterfragen, unsere Sicht auf die Welt neu
zu ordnen und anders über uns selbst nachzudenken. Heute geht es um
sechs philosophische Sätze, die bis heute nichts von ihrer Kraft
verloren haben. Von Immanuel Kant über Sokrates bis Heraklit: Die
großen Fragen der Philosophie sind aktueller denn je. Was ist der
Mensch? Wie entstehen Wissen und Weisheit? Warum ist
Selbstreflexion so wichtig? Und was können uns klassische Denker in
einer Zeit von Künstlicher Intelligenz, Populismus,
gesellschaftlicher Polarisierung und rasantem Wandel noch sagen?
Neue Ausgaben immer donnerstags, 19 Uhr. 0:00 Intro 0:57 „Nicht die
Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen und
Urteile über die Dinge.“ ταράσσει τοὺς ἀνθρώπους οὐ τὰ πράγματα,
ἀλλὰ τὰ περὶ τῶν πραγμάτων δόγματα. Epiktet (50-138) Epiktet,
Handbüchlein der Moral. Griechisch/Deutsch, Stuttgart 2004, S. 11;
https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0235%3Atext%3Denc%3Achapter%3D5
2:39 „Die Begründung aber, die Rechtfertigung der Evidenz kommt zu
einem Ende; - das Ende ist aber nicht, daß uns gewisse Sätze
unmittelbar als wahr einleuchten, also eine Art Sehen unsererseits,
sondern unser Handeln, welches am Grunde des Sprachspiels liegt.“
WITTGENSTEIN, Über Gewißheit § 204 4:37 ,,Der Mensch ist ein Seil,
geknüpft zwischen Tier und Übermensch." Friedrich Nietzsche, Also
sprach Zarathustra, Vorrede, 4 (1883) 6:29 „Der Mensch ist ein
substantizifierendes und personalisierendes Wesen. Er kann nicht
anders handeln. Dinge, Personen, Handlungen, Empfindungen – DAS ist
unsere Palette.“ "L'homme est un être substantifiant et
personnifiant. Il ne peut faire autrement. Choses, Personnes,
Actes, Sensations – voilà sa palette." Paul Valéry (1938) Paul
Valéry, Cahiers/Hefte, Frankfurt am Main 1988, S. 278 Paul Valéry,
Cahiers I. Édition établie, présentée et annotée par Judith
Robinson-Valéry, Paris 1973, S. 703 8:26 „Die Weisen, die auf dem
Weg [dao] sind, wandern frei und sorglos und gehen der
Beschäftigung des Nichthandelns nach.“ Zhuangzi, Kap IV (29.10)
聖人之於天下也,恬淡而無為 Günter Wohlfart, Zhuangzi (Dschuang Dsi). Meister der
Spiritualität, Freiburg 2001, S. 28 10:29 „Wenn man das
Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins `Jenseits`
verlegt – ins Nichts -, so hat man dem Leben überhaupt das
Schwergewicht genommen.“ Friedrich Nietzsche, Der Antichrist, No.
43 (1888) 11:48 Outro Moderation, Recherche & Skript: Gert
Scobel Zeichnungen: Claus Ast Eine Produktion der probono
Fernsehproduktion GmbH: Anja Görner, Friedrich Küppersbusch, Jürgen
Ohls, Kim Plettemeier, Maxie Römhild und René Fischell Mit
Unterstützung von: Alexander Hollmer, Annluise-Sophie Schröter,
Arne Clasvogt und Pascal Hadré Finanziert wird dieser Kanal vom
gemeinnützigen AVE Institut für Achtsamkeit, Verbundenheit,
Engagement ( https://ave-institut.de/). Einige Bildelemente wurden
unter zur Hilfenahme von künstlicher Intelligenz inspiriert &
erstellt. Fragen und Anregungen gerne jederzeit per Mail an
scobel@probono.tv. Und Tschüss. #scobel
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