Komme ich wirklich weiter oder produziere ich nur immer neue
Varianten derselben Gedanken? Diese Frage steht am Anfang der
heutigen Folge, und vielleicht kennst du sie auch. Du drehst dich
seit Wochen, Monaten, manchmal Jahren mit einem Thema im Kreis,
denkst nach, analysierst, betrachtest es aus zehn Richtungen und
kommst trotzdem nicht weiter. Und dann kommt dieser leise Vorwurf
an dich selbst. Warum bekomme ich das nicht hin?
Ich erzähle dir dazu die Geschichte vom toten Winkel. Du sitzt im
Auto, schaust in den Rückspiegel, in den Seitenspiegel, setzt den
Blinker, willst die Spur wechseln, und plötzlich hupt es. Da war
ein Auto, das du nicht gesehen hast. Nicht, weil du unaufmerksam
warst oder dich nicht angestrengt hast, sondern weil es in deinem
toten Winkel war. Und egal wie oft und wie konzentriert du in
denselben Spiegel schaust, es gibt einen Bereich, den du von
deiner Position aus nicht sehen kannst. Genauso ist es mit
unseren blinden Flecken im Leben.
Ich spreche darüber, warum gerade wir hochsensiblen
Scannerpersönlichkeiten uns so hervorragend im Kreis drehen
können. Wir denken schnell, nehmen viel wahr, stellen
Zusammenhänge her, reflektieren aus fünf, zehn, zwanzig
Perspektiven. Das ist eine riesige Stärke, und genau die kann uns
täuschen. Denn wenn die Annahme, die dich festhält, außerhalb
dessen liegt, was du gerade hinterfragst, findest du sie mit noch
mehr Denken nicht. Du stellst hunderte kluge Fragen, nur eben
nicht die eine, auf die du selbst nicht kommst.
Und genau da kann ein anderer Mensch wertvoll sein. Nicht, weil
er dein Leben besser kennt als du oder dir sagt, was du tun
sollst. Sondern weil er dich von außen betrachten kann, eine
Frage stellt, auf die du selbst nie gekommen wärst, oder bemerkt,
dass du einem bestimmten Punkt jedes Mal ausweichst. Ich rede
auch darüber, warum alleine überhaupt nicht der Maßstab sein
muss. Beim Sport holen wir uns einen Trainer, beim Instrument
nehmen wir Unterricht, beim Unternehmensaufbau eine Expertise.
Nur bei unserer inneren Entwicklung entsteht plötzlich diese
merkwürdige Erwartung, das müsse man mit sich selbst ausmachen.
Wichtig ist mir dabei: Unterstützung nimmt dir deine
Eigenverantwortung nicht ab. Du bleibst die Person, die
entscheidet, ausprobiert, Grenzen setzt und ihren Weg geht. Und
Unterstützung heißt nicht immer Coaching. Manchmal reicht ein
Gespräch mit einer Freundin, ein gutes Buch, eine gute Frage oder
ein langer Spaziergang. Bei ernsthaften psychischen Belastungen
ist unbedingt eine Psychotherapie oder medizinische Unterstützung
der richtige Weg.
Nimm diese Folge als Einladung, dir eine Frage zu stellen. Muss
ich wirklich alles alleine schaffen, oder darf es auch leichter
gehen?
Reinhören lohnt sich!
Wenn du selbst gerade an so einem Punkt hängst und mit einem
Thema seit Längerem nicht weiterkommst, dann unterstütze ich dich
gerne dabei, deinen toten Winkel sichtbar zu machen.
Buche dir gleich ein kostenfreies Erstgespräch unter:
www.bettinareuss.de
Gemeinsam schauen wir, wo dein blinder Fleck liegt und was du tun
kannst, um ihn klarer zu sehen.
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gerade in einer Sackgasse steckt. Thanks
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