Sascha Keunecke leitet den Bereich Digitalisierung bei Melitta
Professional und beschäftigt sich täglich mit der Frage, wie
Maschinen und Interfaces gestaltet sein müssen, damit sie im
Gastroalltag niemanden ausschließen. Im Gespräch mit Thomas Ost von
slashwhy spricht er darüber, wo Barrieren zwischen Mensch und
Maschine wirklich entstehen und wo KI und Sprachsteuerung an ihre
Grenzen stoßen. ### Die wichtigste Erkenntnis: Wer heute ein
Interface für die Gastro baut, muss sich mit dem Smartphone messen.
Zwar hat niemand entschieden, dass sich eine Kaffeemaschine wie
eine Smartphone-App bedienen lassen muss, aber wer vor einem großen
Display steht, bringt unbewusst genau diese Erwartung mit: Der
erste Impuls ist ein Swipe. Kann die Maschine das nicht, entsteht
ein kultureller Bruch und der kostet im Betrieb Zeit und Ware,
unabhängig davon, wie gut das Gerät technisch ist. Barrierefreiheit
fängt deshalb dort an, wo Hersteller aufhören, ihren eigenen Weg zu
suchen und anfangen, das gelernte Verhalten ihrer Nutzer:innen
ernst zu nehmen. Das besprechen wir in dieser Folge: - Was
Fehlbedienung im Gastrobetrieb kostet, von falsch zubereiteten
Getränken bis hin zu höherem Verschleiß - Welche drei typischen
Fehler bei digitalen Interfaces in der Gastro auftreten und warum
Internationalisierung dabei an erster Stelle steht - Was WCAG für
ein Maschinen-Interface bedeutet und was Usability-Tests bis hin
zum Eye-Tracking darüber verraten - Warum bei Design-Entscheidungen
oft „weniger ist mehr" gilt und was BMW iDrive und der VW Golf
damit zu tun haben - Welche Rolle KI und Sprachsteuerung künftig
spielen und welche Fragen offene Mikrofone und Kameras an der
Maschine aufwerfen Für wen ist diese Folge relevant? -
Produktverantwortliche, die Software in physische Produkte
integrieren - UX- und UI-Verantwortliche, die Interfaces für sehr
unterschiedliche Nutzergruppen gestalten - Digitalverantwortliche
in Gastronomie, Hotellerie und Küchentechnik, die Fehlbedienung und
Schulungsaufwand senken wollen - Alle, die gerne Kaffee trinken und
schon mal ratlos vor einem Vollautomaten gestanden haben und sich
gefragt haben, welcher Knopf jetzt der richtige ist ### Über
unseren Gast: Sascha Keunecke ist Leiter des Bereichs
Digitalisierung bei Melitta Professional. In dieser Rolle arbeitet
er mit seinem Team an digitalen Lösungen, die Menschen im
Gastroalltag konkret entlasten sollen: von vernetzten
Kaffeemaschinen über Remote-Service bis hin zu IoT-Plattformen. Im
Fokus steht dabei der praktische Nutzen: höhere Verfügbarkeit,
vereinfachte Serviceprozesse und ein stabiler Betrieb im
professionellen Kaffeegeschäft. Sascha beschäftigt sich intensiv
mit dem digitalen Reifegrad der Branche, blickt über die Kaffeewelt
hinaus auf andere Industrien und stellt konsequent die Frage, was
Kund:innen im Alltag wirklich brauchen. Über unseren Host: Thomas
Ost verantwortet als Business Manager den Bereich Consumer
Electronics. Seit 2016 gestaltet er bei slashwhy die Zusammenarbeit
mit unseren Kunden und hat als Führungskraft stets ein offenes Ohr
für unsere Kolleg:innen. Sein "why" liegt darin, Arbeitsumfelder
für Enthusiast:innen zu schaffen, die Lust darauf haben in agilen
und selbständig agierenden Teams innovative Softwarelösungen für
unsere Kunden umzusetzen. Über slashwhy: Die 300
Software-Expert:innen bei slashwhy entwickeln nutzerzentrierte und
skalierbare Individual-Software für Unternehmen in den Branchen
Energiewirtschaft, Land- und Baumaschinen, Industrie, Medizin und
Gesundheit, Consumer Electronics, Gebäudetechnik und Küchentechnik.
Unsere Kunden profitieren vom Know-how-Transfer unserer
Departments, indem wir Learnings, Muster und Ideen aus
unterschiedlichen Projekten teilen und so neue Perspektiven in die
Produktentwicklung einbringen. Das führt zu Lösungen, die nicht nur
zur Branche passen, sondern auch von Erfahrungen aus anderen
Märkten profitieren.
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