Über eine Schicht hinweg verliert eine Montagelinie schnell 30
bis 60 Minuten, ohne dass es im Werk jemand sieht.
In dieser Episode spricht Maximilian Fischer, Co-Founder und CEO
des Berliner KI-Startups Almetra, mit Host Tobias Herwig darüber,
wie KI und Kameras endlich Transparenz in manuelle Prozesse
bringen und wie du damit echte Wertschöpfung sicherst.
- Warum Zeitstudien und reine Output-Zahlen häufig nicht zeigen,
wo in manuellen Prozessen tatsächlich Zeit verloren geht.
- Wie Du mit einem klaren Engpass startest, eine belastbare
Ausgangslage schaffst und zunächst einfache Potenziale in der
Linie identifizierst.
- Wie KI-gestützte Videoanalyse Arbeitsanteile, Unterbrechungen,
Materialwege und Zykluszeiten über mehrere Schichten hinweg
sichtbar macht.
- Warum eine getrennte technische Integration und ein klarer
Umgang mit Datenschutz entscheidend für die Akzeptanz auf dem
Shopfloor sind.
- Wie Du aus den Daten neue Standards ableitest, Verbesserungen
im Shopfloor-Management stabil hältst und Linienverantwortliche
mit konkreten Hinweisen unterstützt.
- Wie visuelle Daten Störungsursachen an automatisierten Anlagen
erklären und die Grundlage für Ressourcenplanung sowie weitere
Automatisierung schaffen.
Diese Folge liefert dir konkrete Einblicke, wie du mit KI und
Daten aus der Blackbox Montage einen echten Hebel für die
Wettbewerbsfähigkeit deines Werks machst.
Vernetze dich gerne mit Max Fischer auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/maximilianpfischer/
-- Wichtige Infos aus der Episode --
Die Folge ist für Werkleiter, Produktionsleiter und
Lean-Verantwortliche, die manuelle Montage im Standortwettbewerb
mit Polen und Tschechien halten müssen. Zum Datenschutz sagt
Fischer: Rohvideos werden lokal ausgewertet und gelöscht, Werte
über mindestens eine Stunde gemittelt, und das System
identifiziert keine Person.
Die wichtigsten Aussagen aus dem Video:
- Maximilian Fischer, Co-Founder und CEO von Almetra, sagt, dass
über eine Schicht hinweg schnell 30 bis 60 Minuten an einer
Montagelinie verloren gehen.
- Die ersten rund 10 Prozent Produktivität holt Maximilian
Fischer über organisatorische Themen und nicht über die Analyse
einzelner Arbeitsschritte nach MTM.
- Almetra sieht bei seinen Kunden typischerweise 10 bis 20
Prozent mehr Produktivität durch KI-gestützte Transparenz in der
manuellen Montage.
- Maximilian Fischer hält den Eins-zu-eins-Ersatz eines
Montagearbeitsplatzes durch humanoide Roboter für unrealistisch
und rechnet mit 30 bis 40 Prozent automatisierbarer Tätigkeiten
je Arbeitsplatz.
Fragen, die dieses Video beantwortet:
Frage: Wie viel Produktivität lässt sich in der manuellen Montage
mit KI-Bildverarbeitung heben?
Antwort: Maximilian Fischer, Co-Founder und CEO von Almetra,
nennt im Fabrik der Zukunft Podcast 10 bis 20 Prozent. Die ersten
rund 10 Prozent kommen aus organisatorischen Themen, nicht aus
der Optimierung einzelner Handgriffe.
Frage: Wie lange dauert es, bis Kameras und KI in einer
Montagelinie erste Daten liefern?
Antwort: Die Hardware ist laut Maximilian Fischer in ein bis zwei
Tagen installiert. Danach vergehen zwei bis drei Wochen, bis die
Modelle je Station trainiert sind und die Linie belastbare Daten
liefert.
Frage: Wie löst man Datenschutz und Betriebsrat bei Kameras am
Arbeitsplatz?
Antwort: Technisch werden Rohvideos lokal ausgewertet und
gelöscht und Werte über mindestens eine Stunde gemittelt.
Organisatorisch gehört der Betriebsrat laut Fischer ins
Projektteam, und die Mitarbeiter bekommen selbst Zugang zu den
Auswertungen.
Frage: Wer ist Maximilian Fischer?
Antwort: Maximilian Fischer ist Co-Founder und CEO von Almetra,
dem Berliner Startup für KI-Bildverarbeitung in Produktion und
Montage, das bis Juni 2026 Deltia hiess. Vorher hat er ein
Startup für Produktionsleitsysteme aufgebaut und war damit vor
über fünf Jahren in Episode 22 von "Fabrik der Zukunft" zu
Gast.
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