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Lara Stoll, Preisträgerin des Salzburger Stiers 2021, hat ein neues
Buch veröffentlicht – das Drehbuch zu einer unverfilmten
Mundart-Fernsehserie. Im Lara Stolls sechsteiliger Mini-Serie, die
nun statt im Fernsehen zwischen zwei Buchdeckeln gelandet ist, geht
es um Géraldine «Gunni» Hofer. Sie ist 34, versucht sich als
Musikerin, schlägt sich als Moderatorin eines alternativen
Radiosenders durch und ist mit dem Erwachsenenleben heillos
überfordert – das ihr aktuell besonders übel mitspielt: Wohnung
verloren, Beziehung beendet, Job auf der Kippe, und zu allem Übel
liegt auch noch Gunnis geliebte Grossmutter im Sterben. Da erstaunt
es schon fast nicht mehr, dass Lara Stolls Protagonistin auch noch
von Panikattacken verfolgt wird. Inmitten dieses Lebens, das sie
zunehmend überfordert, versucht Gunni, irgendwie zu bestehen – und
beginnt immer stärker, allen etwas vorzuspielen. Sei es ihrem
Psychiater, ihren Freunden, der Grossmutter oder auch sich selbst.
Lara Stoll lässt uns aber nicht einfach einer Scheiternden
zuschauen, sondern ihr ist (neben der Tatsache, dass es – typisch
Stoll – viel absurde Situationskomik darin hat) nicht zuletzt ein
rührendes Buch über Freundschaften und übers Abschiednehmen
gelungen. In der Sendung spricht Lara Stoll darüber, was sie an der
besonderen Form des Buchs als Drehbuch gereizt hat, welche
Herausforderungen das Schreiben in Zürcher Dialekt für sie als
Thurgauerin mit sich brachte, und wie viel echtes Leben in dieser
filmisch erzählten Dramödie steckt. Ausserdem erklären wir zum
Schluss der Mundartstunde die historischen und sprachlichen
Hintergründe der Familiennamen Spring, Springer, Sprung und
Sprunger.
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„Lara Stoll: «Gunni»“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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