Solltest du deine Fotos umbenennen? In dieser
Folge erfährst du, wann sprechende Dateinamen wirklich helfen,
welches einfache Benennungssystem funktioniert – und wann du dir
das Umbenennen guten Gewissens sparen kannst.
IMG_4872.jpg, IMG_4873.jpg, IMG_4874.jpg … und irgendwann fragst
du dich: Was war da eigentlich drauf? Muss man
Tausende Fotos wirklich umbenennen, damit aus dem Fotochaos
endlich Ordnung wird? Oder machst du dir damit nur unnötig
zusätzliche Arbeit?
Genau darüber sprechen Dagmar und Karine in dieser Folge von
„Schnappschuss – der Foto-Ordnungs-Podcast“. Und
wie so oft zeigt sich: Es gibt nicht die eine richtige Methode
für eine gut organisierte Fotosammlung.
Karine benennt ihre Fotos ziemlich konsequent um. Dagmar eher
selten. Trotzdem finden beide ihre Bilder wieder.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Muss ich
meine Fotos umbenennen?“ Sondern: „Welches
Problem soll ein neuer Dateiname für mich lösen?“
Sprechende Dateinamen können besonders praktisch sein, wenn du
Fotos außerhalb deiner gewohnten Fotomediathek verwendest, sie
per Mail verschickst, auf einem USB-Stick weitergibst oder in
klassischen Ordnerstrukturen organisierst. Statt eines wenig
aussagekräftigen Namens wie IMG_4872.jpg könnte eine Datei
beispielsweise so heißen:
20260815_Familienfest_001.jpg
Damit bleiben Datum, Thema und Reihenfolge direkt mit dem Foto
verbunden. Aber brauchst du das wirklich bei jedem Bild? Moderne
Fotoverwaltungen und Cloud-Dienste bieten längst andere
Möglichkeiten, Fotos zu suchen, zu sortieren und in Alben zu
organisieren. Wer damit gut zurechtkommt, muss nicht allein aus
Prinzip seine komplette Fotosammlung umbenennen.
In dieser Episode erfährst du:
wann es sinnvoll ist, Fotos umzubenennen
wann du dir diesen zusätzlichen Arbeitsschritt sparen kannst
warum ein Dateiname nur eine Möglichkeit der
Fotoorganisation ist
welches einfache Schema sich für Dateinamen eignet
warum sich JJJJMMTT + Thema + laufende
Nummer bewährt
welches Datum du beim Umbenennen verwenden solltest
worauf du bei gescannten alten Fotos achten musst
wie du große Mengen von Bildern automatisch umbenennen kannst
warum du Automatisierungen immer zuerst mit wenigen Fotos
testen solltest
weshalb ein Backup vor größeren Änderungen besonders wichtig
ist
Außerdem sprechen wir darüber, was bei Fotos mit unbekanntem
Aufnahmedatum sinnvoll ist. Denn gerade bei alten Papierfotos ist
„Sommer 1987“ manchmal die genaueste Information, die überhaupt
vorhanden ist. Eine Genauigkeit vorzutäuschen, die du nicht
kennst, hilft deiner Fotoordnung nicht weiter.
Und falls du 10.000 Fotos umbenennen möchtest: Bitte nicht
einzeln von Hand. Mit Funktionen zum Stapelumbenennen oder
Programmen wie A Better Finder Rename lassen
sich Datum, Text und Sequenznummer automatisch zusammensetzen.
Unsere wichtigste Empfehlung bleibt trotzdem:
Ändere kein funktionierendes System nur deshalb, weil du
glaubst, dass man Fotos „so“ organisieren müsse.
Wenn du deine Fotos über eine gute Fotoverwaltung oder Cloud
zuverlässig wiederfindest, kann dein bisheriges System vollkommen
ausreichen. Wenn deine Bilder dagegen häufig weitergegeben werden
oder langfristig unabhängig von einer bestimmten Software
verständlich bleiben sollen, können gute Dateinamen eine
wertvolle zusätzliche Ordnungsebene sein.
Am Ende zählt nicht, ob Dagmar oder Karine recht hat. Es zählt,
dass dein System zu dir passt – und dass du deine Fotos auch in
einigen Jahren noch wiederfindest.
Abonniere Schnappschuss, wenn du deine Fotos nicht länger
suchen, sondern immer wiederfinden willst.
Schnappschuss – der Foto-Ordnungs-Podcast
Mit:
Karine Paulon, à jour - https://ajour-athome.ch/
Dagmar Nürnberg, Foto-Ordnung Coaching -
https://foto-ordnung.de/
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.