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  4. Täterstadt oder Verantwortung? Khaldun Al Saadi über Chemnitz nach dem NSU
„Karl-Marx-Stadt, jetzt Chemnitz" steht in seinem
Personalausweis: ein Satz, der ihn nach eigener Aussage sofort in
die Geschichte stellt. Nine trifft Khaldun Al Saadi in einem
alten Kassenhäuschen auf dem Kosmos Festival in Chemnitz: Khaldun
ist Mediator, Konfliktforscher und Mitaufbauer des
Dokumentationszentrums zum NSU-Komplex, das im Mai 2025 eröffnet
hat – gegen erhebliche Sicherheitsbedenken der Angehörigen und
gegen den lokalen Widerstand gegen das Label „Täterstadt".

Ein Gespräch über zwei Vereinigungen im Jahr 1990 (Deutschland
und Jemen), über Polarisierung als Stresszustand und über die
Frage, die Khaldun für wichtiger hält als jedes Wahlergebnis:
nicht wer eine rechtsextreme Partei wählt, sondern wer sie danach
duldet.

Darum geht's:

Wie das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex entstand –
gegen Widerstand und unter Zeitdruck

Warum die Betroffenen im Zentrum stehen, nicht die Täter

Zwei Vereinigungen, ein Jahr: was Karl-Marx-Stadt und der
Jemen 1990 gemeinsam haben

Pegida, Issue Entrepreneurship und warum Polarisierung im
Körper beginnt, nicht im Kopf

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und die Frage nach der
Normalisierung

Timestamps:

00:00:55 Kosmos Festival in Chemnitz

00:02:20 Geburtsort Karl-Marx-Stadt, jetzt Chemnitz

00:06:01 Jemenitische Wurzeln und zwei Vereinigungen

00:11:17 Gestaltungsspielraum nach Hannah Arendt

00:16:30 Masterarbeit über Pegida

00:22:04 Polarisierung als Stresszustand

00:29:40 Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex

00:34:31 Findlinge, Tee und Archiv

00:43:47 Vorwurf „Täterstadt"

00:56:50 Fishbowl: Zwischen den Wahlen

01:01:27 Sachsen-Anhalt und Normalisierung

01:07:01 Optimismus des Willens

Shownnotes

KOSMOS Festival in Chemnitz

Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex

Offener Prozess

Gespräch mit Frank Richter über Pegida in Dresden und seine
Rolle als Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in
Sachsen

Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten

Ostdeutschland wird oft erklärt, selten gefragt. Ostwärts dreht
das um: Nine-Christine Müller, Nachwendekind aus Thüringen,
spricht mit Menschen über Transformation, Identität und
demokratische Perspektiven im Osten – jenseits der immer gleichen
Schlagzeilen.

Ostwärts gehört zu den Top-20-% Podcasts in Deutschland und wird
u. a. unterstützt von Bundeszentrale für politische Bildung,
Bundesstiftung Aufarbeitung, Tagesspiegel und MACHN Festival.

Neue Perspektiven auf ein Land, das sich selbst noch erzählt.

Diese Folge ist in Kooperation mit dem Kosmos Festival in
Chemnitz entstanden.
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„Täterstadt oder Verantwortung? Khaldun Al Saadi über Chemnitz nach dem NSU“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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