mit Katharina Jessel Vorständin der Union Krankenversicherung
Diesmal haben wir Katharina Jessel zu unserem Podcast eingeladen,
um mit ihr über die Zukunft der Pflege zu philosophieren. Die
gute Nachricht ist: Dank medizinischem Fortschritt, Aufklärung,
Vorsorge und Ernährung werden wir immer älter. Aber sind wir auch
auf längere Renten und Vorsorge vorbereitet? Und sind wir
gewappnet für neue Pflegeanforderungen, die mit einer längeren
Lebenserwartung einherkommen?
Katharina ist Vorständin der Kranken- und Reiseversicherer im
Konzern Versicherungskammer und zudem Mitglied im PKV, dem
Verband der privaten Krankenversicherungen. Das Thema Pflege ist
für unsere Gesprächsrunde ein emotionales, denn die Situation,
selbst angehörige Pflegebedürftige zu haben, ist nicht fremd.
Hört also zu, wenn Katharina, Michael und Mathias sich mit Fragen
auseinandersetzen, die uns gesellschaftlich beschäftigen werden:
Hat die Pflege ein Image-Problem? Was bedeutet würdevolles
Altern? Wie zeichnet man ein positives Bild für den letzten
Lebensabschnitt? Wann kommt die Disruption in den
Pflegeeinrichtungen?
Würdevoll altern – ein Privileg der oberen 10 %?
Nicht zuletzt ist würdevolles Altern ein politisches Thema. Es
geht dabei auch darum, wer denn die Verantwortung für den Wandel
und neue Initiativen trägt. Eines ist aber klar: Die Weichen
müssen jetzt gestellt werden, damit zukünftig eine qualitativ
hohe, flächendeckende Pflege ermöglicht werden kann. Ein Problem
sieht Katharina auch in dem Image, welches der Pflegeberuf
derzeit hat. Gesellschaftlich muss es eine höhere Wertschätzung
dafür geben, denn es ist ein Thema, das uns früher oder später
alle angeht.
Menschen haben einen anderen Lebensanspruch Sind
die Pflegeeinrichtungen auf eine neue Generation Menschen
eingestellt, die einen anderen Anspruch an ihre Unterkunft haben
und einen anderen Lifestyle gelebt haben als vorherige
Generationen? Katharina sieht eine aufkommende Lücke im Markt:
Wird ein disruptives Unternehmen die Pflegeeinrichtungen
verändern, so wie es einst Motel One mit den Hotels gemacht hat?
„Würde muss nicht an Geld hängen, sondern an Rahmenbedingung,
Umgang und vielleicht auch an Konzepten“ Und gerade da besteht
die Hoffnung, dass mit der richtigen Förderung von Konzepten,
Innovation vorangetrieben wird.
„Wir müssen einfacher werden“ Wer schon einmal
einen Pflegeantrag stellen musste, kennt diesen
Beantragungs-Dschungel. Das sei selbst für sie kompliziert, die
sogar in der Branche arbeitet, so Katharina. Daher sieht sie die
Zukunft bei besseren Aufklärungstools, die die Komplexität
reduzieren. Außerdem muss sichergestellt werden, dass die
Infrastruktur vor Ort geschaffen ist, auch für die Menschen, die
nicht in Pflegeeinrichtungen leben. Mit der Plattform Karla
(hallokarla.de) gibt es bereits eine Initiative, Firmen und
Privatkunden der Region zusammenzubringen. Dafür wurde auch die
Bildsprache angepasst, damit ein Imagewandel stattfinden kann.
Neugierig geworden?
In Folge #03 gibt es viele weitere spannenden Fragen, über die
gemeinsam philosophiert wird.
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