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  4. #11 Christoph Biallas & Daniel Chennaoui - digitale psychologische Hilfe
mit Christoph Biallas & Daniel Chennaoui von AllyWell

Geht Therapie auch digital? Die Anzahl der nach psychologischer
Hilfe suchenden steigt: 1,5 Millionen Kinder in Deutschland
benötigen psychologische Hilfe und bekommen keine. Genügend
Therapeut*innen gibt es, jedoch zu wenig Kassensitze, um diese
abzurechnen. Die steigenden Zahlen sind laut Christoph nicht nur
folgenden der Coronapandemie. Die Diagnose verfahren sind besser
geworden und die junge Generation ist wacher, was ihre mentale
Gesundheit angeht. So gibt es zwar immer noch viele Stigmata,
aber der Austausch und die Umgang mit der psychologischen
Gesundheit ist offener und führt dazu, dass das erlernte
Vokabular psychische Probleme erkennbar machen.

Eine frühe Diagnose, bzw. präventives handeln, bevor es zum
akuten Krankheitsbild kommt, ist besonders wichtig, denn über die
Hälfte der psychischen Erkrankungen manifestieren sich vor dem
19. Lebensjahr.

Aber was macht man mit dem Elefanten im Raum? Die Zahlen belegen,
dass es ein höheres Angebot geben muss. Ist es also nur eine
Frage der Kosten? Wie bereits in unserm Podcast mit Walter
Capellmann festgestellt worden ist, haben wir in Deutschland
Krankenkassen und keine Gesundheitskassen, was zur Folge hat,
dass es eine Hürde gibt Hilfe zu beanspruchen und erst gezahlt
wird, wenn bereits akute Probleme vorliegen. Christoph und Daniel
wollen weiter vorne Ansetzen: Nicht, indem sie die Psychotherapie
ersetzen, sondern indem hilfesuchende Kinder und Jugendliche mit
persönlichen, professionellen Coaches Resilienz aufbauen.

Geht Therapie auch digital?

Es gibt zwar Maßnahmen und Übungen, die für die mentale
Gesundheit hilfreich sind, aber ohne einen Therapeuten der diese
Begleitet, können diese nicht immer effektiv genug sein. Eine
App, mit der man automatisch glücklich wird, kann man nicht
anbieten und das persönliche Gespräch kann nicht ersetzt werden.

„Wir sollten doch damit rechnen, dass der Goldstandard, das
persönliche Gespräch, nicht ohne Grund der Goldstandard ist. Wir
haben uns nur die Frage gestellt, wie wir das vertrauensvolle,
das persönliche Gespräch einfach verfügbarer machen, zugänglicher
machen können. Platt heißt das: die App ist eigentlich zwischen
den Gesprächen da (…) und sie sorgt dafür, dass diese
persönlichen Gespräche nicht immer nur in einem physischen Raum
stattfinden müssen, sondern auch mal in einem digitalen Raum.“

Das Medium Chat, bietet dafür eine solide Grundlage, da es für
die meisten jugendlichen der häufigste genutzte
Kommunikationskanal ist. Außerdem ist Therapie nicht linear.
Asynchrone Kommunikation kann sowohl für die Patienten, sowie
auch für die Therapeuten hilfreich sein: für die Patienten, indem
sie ihr Anliegen zu jeder Zeit festhalten können und für die
Therapeuten, indem sie sich konkret auf das Anliegen vorbereiten
können.

„Als wirtschaftlich getriebenes Unternehmen dürfen keine
Psychotherapie anbieten, wir wollen es auch nicht und wir können
es auch nicht. Das ist nicht unser Anspruch! Was wir aber gemerkt
haben ist, dass die Art und Weise wie Prävention und Therapie
funktionieren, nicht aus Prinzip unterschiedlich sein müssen. Im
Gegenteil: Resilienz aufbauen Selbstsicherheit gewinnen, mit
Angst umgehen lernen. Das sind die gleichen Themen erstmal. Und
die kann man sehr ähnlich behandeln.“
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„#11 Christoph Biallas & Daniel Chennaoui - digitale psychologische Hilfe“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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