mit Valentina Brebenaru von nexible
Immer einen Mehrwert für den Kunden bieten Nexible ist ein
Unternehmen, das 100 % auf digital setzt. Doch das, was „digital“
kann, ändert sich stetig. Kommen die Kunden da noch hinterher?
Einer der vier Grundsätze für nexible besteht darin, dass es
immer einen Mehrwert für die Kunden geben muss. Anonyme Testings
mit definierten Zielgruppen bringen immer wieder Überraschungen,
so Valentina. Aber ist es sinnvoll, immer nur das zu bedienen,
was die Kunden glauben zu wollen? Weiß der Kunde immer, was er
braucht? Die digitale Landschaft hat sich kürzlich durch die
Einführung von KI-Services verändert. Hier stellt sich die Frage,
ob dies eher ein Fluch oder ein Segen ist.
„Als Insurtech kannst du nur froh sein, wenn solch ein neuer
Schritt bei den Technologien gegangen wird. Denn so lernen auch
die Kunden, so etwas zu benutzen.“
Gerade bei der Funktionalität von Chatbots haben sich viele
Menschen lange Zeit schwergetan und haben diese als „nicht
ausreichend“ abgestempelt, während sich jetzt zeigt, dass
Chatbots von der breiten Masse durchaus im Alltag genutzt werden.
Bleiben die großen Tanker in der Versicherungsbranche bestehen?
Technologie ermöglicht es auch kleineren Playern, mit den großen
mitzuhalten. Bedeutet dies das Aus für die großen Tanker?
Valentina ist sich in dieser Hinsicht nicht so sicher und sieht
diese Entwicklung in den nächsten fünf Jahren eher nicht.
Für viele Versicherungsformen bietet es sich an, um in der
Metaphorik zu bleiben, sich ein Schnellboot dazu zu holen, um
schnell manövrieren zu können. Mit nur einem Schnellboot eine
Lebensversicherung aufbauen, das geht hingegen nicht.
Mathias vergleicht die derzeitige KI-Welle mit dem entscheidenden
iPhone-Moment, der die Industrie in eine neue Richtung weist und
ein neues Zeitalter einläutet. Dem widerspricht Valentina nicht
grundsätzlich, jedoch glaubt sie, dass es noch gut 10-15 Jahre
dauern wird, bis die Technologie flächendeckend in der
Versicherungsbranche angekommen ist. Das liege derzeit aber auch
daran, dass Investitionen in den Sparten noch zu hoch sind und es
an Mut fehle, diese zu tätigen. Dafür brauche es den Push von
hinten, von den großen Tankern, die die kleinen nach vorne
schieben.
Eins ist aber klar: Früher oder später ist die Veränderung das
kleinere Risiko, als am Status Quo festhalten zu wollen.
Neugierig geworden? In Folge #12 gibt es viele weitere spannenden
Fragen, über die gemeinsam philosophiert wird. Hört und abonniert
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