Um es gleich vorweg zu nehmen: Falls du den Vortrag bis zum Ende
durchgestanden, ja verinnerlicht hast, schaust du in den Spiegel
und sagst hoffentlich nie mehr „perfekt, aber
k.o.“, sondern: „Ich bin zwar nicht
perfekt, aber dennoch voll
o.k.!“
Damit sich unsere Betrachtungsweise derart ändert, konnte man bei
der Gastrednerin Waltraud Eichinger einen ganzen Bilderbogen voll
persönlicher Erfahrung, Ins-Gewissen-Reden und Anekdoten
genießen: für jede etwas dabei und tatsächlich lohnend!
Das Frühlings-Frauenfrühstück fand am 11.März zu diesem Thema
statt und fast 100 Frauen lauschten nach einer ausgiebigen,
exzellenten Mahlzeit der Lehrerin und Bildungsreferentin Waltraud
Eichinger, die uns u.a. mit schauspielerischem Talent und ihrem
niederbayrischen Dialekt das Herz erwärmte.
Eine ihrer Geschichten handelte von der gerade bettlägerig
gewordenen Frau, zu der eine Ärztin und Psychotherapeutin gerufen
wurde. Die alte Dame fand es unerträglich, nicht mehr für andere
sorgen zu können, sondern selbst eine Last zu sein. Was ihr Leben
denn jetzt noch für Sinn habe?
Die Antwort, recht weise und von einer Christin gegeben,
lautete: Erstens gibt es in jeder Lebensphase noch etwas zu
lernen: Sie dürfen sich jetzt auch mal helfen lassen, ohne
zurückgeben zu müssen. 2. Jeder Mensch hat seinen Wert,
unabhängig von seiner Leistung. Und noch 3. Sie können noch so
viel tun! Wie dringend nötig hat unsere Welt Ihr Gebet!
… Du bist so viel mehr als deine perfekte Leistung – das kann man
nicht oft genug wiederholen in einer Leistungsgesellschaft, der
wir uns nie ganz entziehen können. Um aber nicht kaputt zu gehen,
müssen wir eine Grenze ziehen, die Grenze unserer Möglichkeiten,
legte Eichinger uns ans Herz.
Gefährlich werde Perfektionismus dann, erklärte die Referentin,
wenn man seine Leistungsgrenze immer wieder überschreitet, weil
man seine Selbstachtung vom Erfolg seiner Arbeit abhängig mache.
Einen Blick warfen wir auf Petrus, diesen Macher und vielleicht
Perfektionisten, der sich gerne selbst erlöst hätte. Aber Jesus
sagt ihm und uns: Du musst (und kannst) dich nicht selbst
erlösen.
Bleibt mir zu wünschen, dass die vielen fleißigen
Mitarbeiterinnen, die dieses Frühstück perfekt
ausgerichtet haben, anschließend nicht völlig
k.o. nach Hause wankten, sondern auch beschenkt
wurden vom Lächeln und dem Dank der durch diese Auszeit
erfrischten Gastfrauen.
Der Beitrag Nachbericht zum großen Frauenfrühstück vom
11.03.2017: „Perfekt, aber k.o.“ erschien zuerst auf FeG
Fürstenfeldbruck.
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