Ines ist 36, verheiratet, zwei Kinder, selbstständig als
Online-Business-Managerin. Und seit knapp zwei Jahren auf dem
linken Ohr ertaubt. Nicht schleichend, sondern an einem
Sonntagmorgen beim Möbelaufbau mit der Familie.
Was danach kam, war ein Marathon: Hörsturz, 24 Stunden später der
Ausfall des Gleichgewichtsorgans, zwölf Stunden Erbrechen bei
jeder kleinsten Bewegung, stationäre Behandlung, eine
Tympanoskopie zur Diagnostik — und am Ende der Satz des
Chefarztes: „Wir können aktuell nichts mehr für Sie tun,
informieren Sie sich über das CI."
In dieser Folge erzählt Ines, wie sie diesen Weg gegangen ist.
Sieben Monate bis zur OP, dann die Erstaktivierung. Sie
beschreibt es bis heute so, als läge noch ein Deckel drauf — aber
das Original hört sie dahinter. Und ihr Satz, der vielen
Unentschlossenen Mut macht: „Eins ist besser als null. Wenn ich
gar nichts mehr höre, habe ich nichts zu verlieren."
Wir sprechen auch über das, was zwischen Ines und mir eine
besondere Verbindung schafft: Wir sind beide links ertaubt, beide
CI-Trägerinnen, beide Linkshänderinnen. Aber unsere Wege dorthin
waren völlig verschieden — ich bin über 20 Jahre unversorgt
geblieben, Ines hat nach sieben Monaten gehandelt.
Und wir räumen mit einem Irrtum auf, der noch immer verbreitet
ist: Einseitige Ertaubung kann heute mit einem CI versorgt
werden. Vor zehn oder fünfzehn Jahren hieß es oft noch „Sie haben
ja noch ein Ohr". Ines bekommt regelmäßig Nachrichten von
Menschen, die davon nie erfahren haben.
Was Dich in dieser Folge erwartet:
Wie sich ein Hörsturz anfühlen kann — und warum Ines ihn
zunächst nicht ernst nahm
Der Ausfall des Gleichgewichtsorgans und warum der Schwindel
alles andere überdeckte
Kortison als Tablette oder intravenös: Ines' Behandlungsweg
Warum bei einem Hörsturz oft keine Ursache gefunden wird —
und warum „das kommt vom Stress" zu kurz greift
Der Weg zum Cochlea-Implantat: Voruntersuchung, OP,
Erstaktivierung
Wie es klingt: Darth Vader, Micky Maus — und was daraus mit
der Zeit wird
Warum ein Akustiker ihr das CI ausreden wollte und Ines
trotzdem dranblieb
Hörtraining im Alltag statt unter Druck: Musik und Podcasts
direkt aufs CI streamen
Warum das Gehirn „clever, aber faul" ist und die gute Seite
bevorzugt
Grad der Behinderung 20 bei einseitiger Ertaubung — und warum
das zu niedrig gegriffen ist
Das schlechte Gedächtnis, das keins ist: Wenn alle Kapazität
ins Verstehen geht
Der Moment, in dem es nicht mehr geht — und warum Ines dann
geht
Was ihr Mann getan hat, das den größten Unterschied machte
Eine Folge für alle, die gerade einen Hörsturz haben und nicht
wissen, wie es weitergeht. Und für alle, die jemanden begleiten,
dem man nichts ansieht.
Ines findest Du auf Instagram (@ineskasuch)—
dort nimmt sie ihre Community mit auf ihre Hörreise und klärt
über einseitige Ertaubung und das CI auf.
Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge
gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite —
hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp
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