Herzlich willkommen bei Sterne im Hinterhof.
Setz dich hin, schenk dir was zu trinken ein und mach dir eine
Kippe an.
Ich nehme dich mit in die verschiedenen Ecken meines Kopfes. In
meine Gedanken, meine Erfahrungen und in die Reise zu mir selbst.
In das, was ich in den letzten Jahren über mich, über andere
Menschen und über das Leben gelernt habe. In meine
Selbstständigkeit, in Beziehungen, in meine eigenen Schatten und
in all die Momente, in denen ich dachte, ich hätte etwas
verstanden, nur um später zu merken, dass ich es eigentlich noch
einmal ganz anders verstehen musste.
Und natürlich geht es dabei um Astrologie. Sie hat mir geholfen,
mich selbst zu verstehen, meine Muster, meine Bedürfnisse. Die
Dinge, vor denen ich weglaufe, und die, die ich viel zu lange mit
mir machen lasse.
Aber je mehr ich verstanden habe, desto weniger wollte ich
eigentlich in diese eine Version von spirituell sein passen.
Diese Version, in der man immer verständnisvoll ist. Immer ruhig,
immer bei sich, immer bereit zu vergeben, loszulassen und die
andere Perspektive zu sehen.
Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich gar nicht mehr alles
verstehen müssen will.
Manchmal verstehe ich, warum jemand etwas tut und finde es
trotzdem scheiße. Manchmal kann ich nachvollziehen, woher ein
Mensch kommt und trotzdem sagen dass es mir nicht reicht.
Manchmal ist die gesündeste Entscheidung eben nicht, noch mehr
Verständnis aufzubringen, sondern eine Grenze zu ziehen und zu
gehen.
Ich glaube, dass genau darin für mich ein großer Teil meiner
Heilung lag.
Nicht darin, immer friedlicher, geduldiger oder erleuchteter zu
werden. Sondern darin, wieder ein bisschen mehr Mensch zu werden.
Wütend sein zu dürfen, Bedürfnisse zu haben, Dinge beim Namen zu
nennen. Mich nicht ständig zu fragen, was jemand anderes von mir
denkt. Und irgendwann auch einfach zu sagen: Nein. Das will ich
nicht mehr.
Ich habe lange gedacht, ich müsste mich zwischen meinen
verschiedenen Seiten entscheiden. Zwischen der, die tief fühlt
und über das Universum nachdenkt, und der, die manchmal einfach
die Schnauze voll hat. Zwischen der Astrologin und der Frau, die
selbst noch mitten im Leben steckt und nicht auf alles eine
Antwort hat.
Heute glaube ich, dass genau beides zusammengehört.
Denn am Ende ist das hier keine Reise darüber, wie man irgendwann
perfekt geheilt, immer bewusst und vollkommen bei sich angekommen
ist.
Es ist die menschliche Erfahrung.
Und genau darüber möchte ich hier sprechen.
Mit dem Wissen einer Astrologin, aber genauso mit meinen eigenen
Erfahrungen, meinen Fragen, meinen Erkenntnissen und allem, was
ich selbst noch herausfinden darf.
Das hier ist Sterne im Hinterhof.
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