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#122 August Singer: Der Mädchenzerfleischer aus Salzburg

#122 August Singer: Der Mädchenzerfleischer aus Salzburg

Mörderisches Österreich vor 6 Stunden
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Im heißen August 1950 blickt die Wirtin des Salzburger Gasthofs
Hartlwirt in einen Albtraum: In einem Hotelzimmer liegt eine junge
Frau, brutal zugerichtet und zerfleischt. Die Ermittlungen scheinen
zunächst ein Kinderspiel zu werden, denn der Täter, der 39-jährige
Radiomechaniker August Singer, hinterlässt eine Spur, die jeden
Kriminalisten fassungslos macht. Er hat sich nicht nur mit seinem
echten Namen ins Fremdenbuch eingetragen, sondern kurz vor der Tat
sogar seinen eigenen Ausweis als Pfand in einem Wirtshaus deponiert
– eine kriminelle Dummheit, die bis heute schwer begreiflich ist.
Doch die vermeintlich schnelle Aufklärung ist erst der Beginn einer
beispiellosen Kriminalgeschichte. Während der Täter durch das Land
flüchtet, verfällt Österreich in eine regelrechte Massenhysterie.
Die Menschen wittern hinter jeder Ecke den „Mädchenzerfleischer“,
und die Polizei, geplagt von Kompetenzstreitigkeiten und
chronischem Mangel an Ressourcen, erweist sich als völlig
überfordert. Die fatale Folge dieser Panik: Ein unschuldiger Mann
wird von Gendarmen erschossen, weil er für den flüchtigen Singer
gehalten wurde – ein tragischer Kollateralschaden einer außer
Kontrolle geratenen Ermittlung. Während Singer wochenlang teils
ungeniert durch die Steiermark und Kärnten reist, als wäre er auf
Urlaub, endet seine Odyssee schließlich durch einen reinen Zufall
in einem kleinen Gasthaus in Zwickenberg. Doch selbst nach seiner
Festnahme hört das perverse Spiel nicht auf: Mit einer Flut an
Lügen, Manipulationen und Schauermärchen versucht er, die Ermittler
in den Wahnsinn zu treiben. Wir rekonstruieren in dieser Folge, wie
August Singer die Nerven einer ganzen Nation strapazierte, wie eine
Massenpsychose zur tödlichen Falle wurde und warum dieser grausame
Fall bis heute als düsteres Kapitel österreichischer
Kriminalgeschichte gilt. Mit dem Code MÖRDERISCH (oder MOERDERISCH)
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