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"Ich war die ersten 30 Minuten meines Lebens nicht lebensfähig" | Claudia Gersdorf über Ablehnung, Eigenbestimmung und den Glauben an sich selbst

"Ich war die ersten 30 Minuten meines Lebens nicht lebensfähig" | Claudia Gersdorf über Ablehnung, Eigenbestimmung und den Glauben an sich selbst

mynds vor 2 Wochen
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1:10:17
Was, wenn genau der Satz "du kannst das nicht" zum
Antrieb für ein ganzes Leben wird?

In dieser Folge ist Claudia Gersdorf zu Gast.
Sie war nach der Geburt die ersten 30 Minuten nicht lebensfähig,
erst eine Adrenalinspritze holte sie zurück, allerdings mit
bleibenden Beeinträchtigungen. Aufgewachsen in der ehemaligen
DDR, mit Ärzten und Lehrkräften, die ihr sagten, sie sei nicht
belastbar, hat sie sich irgendwann selbst entschieden: Sie kann
es doch. Heute ist Claudia Unternehmerin, Coach und
Menschenrechtlerin, trainiert Jugendliche, geht als
Wertebotschafterin an Schulen und baut an ihrer Vision einer
Bewegungsschule für Deutschland.

Statt von "Behinderung" spricht Claudia lieber von ihrem
"Diversitätsbonus", denn Menschen, die von außen anders wirken,
sind für sie von Natur aus darin geübt, Lösungen zu finden statt
nur Probleme zu sehen. Genau darin sieht sie auch ihre Form von
Rebellion: nicht nur gegen den Strom schwimmen, sondern selbst
neue Wege aufzeigen, die das System bisher nicht gehen wollte.

Podcast Host Oliver spricht mit Claudia darüber, wie sie mit 12
Jahren gegen den Willen von zehn Schulen den Wechsel von der
Körperbehinderten-Schule ans normale Gymnasium erkämpfte, warum
sie sich vor 20 Jahren gegen einen Gehirnchip entschied, und
warum sie Inklusion in Deutschland aktuell als "Destruktion"
bezeichnet. Sie erklärt ihr Modell vom Ich zum Wir zum System,
warum Selbstbestimmung für sie über allem steht, und warum wir
zunehmend verlernen, echte menschliche Verbindungen zu knüpfen,
weil wir uns stattdessen auf Technik verlassen.

In dieser Folge geht es u.a. über:

wie eine Adrenalinspritze bei der Geburt über Claudias ganzes
Leben entschied

wie man mit dem eigenen inneren Kommentator umgeht, der
ständig urteilt und bewertet

warum sie sich vor 20 Jahren bewusst gegen einen Gehirnchip
entschied

was das Bild vom Autopiloten und Kopiloten über verlorene
Selbstbestimmung verrät

welche Stereotype und Prägungen wir aktiv verlernen sollten

warum Claudia Inklusion in Deutschland aktuell als
Destruktion bezeichnet

wie Claudias Vision einer eigenen Bewegungsschule für
Deutschland aussieht

Kapitel / Timestamps:

00:00 — Intro

01:20 — Begrüßung und Claudias Geschichte in Kürze

02:45 — Aufgewachsen in der DDR: Training ohne Wahlmöglichkeit

10:00 — Der Moment mit 12: der Kampf um den Schulwechsel

12:00 — Autopilot und Kopilot: die Gefahr der Bequemlichkeit

20:15 — Viva con Agua, Mobbing und der Weg an die Öffentlichkeit

24:00 — "Steh auf, was willst du?" – der Wendepunkt beim Coaching

26:05 — Die Chip-Frage: warum Claudia sich vor 20 Jahren dagegen
entschied

31:15 — Urheberschaft statt Opfer-Täter-Denken

34:40 — Die Vision: eine Bewegungsschule für Deutschland

38:05 — Das Vertrauensproblem der Medienlandschaft

40:30 — Bildung, kreative Intelligenz und der Spaßfaktor

43:15 — Inklusion in Deutschland als Destruktion: der Vergleich
mit Kanada

49:05 — Was wir von den Franzosen lernen können

59:00 — Der wichtigste Rat: Bleib dir selbst gegenüber loyal

Links:

– Mehr zum mynds Podcast: https://www.mynds.show/de/

Mehr zu Claudia Gersdorf: https://claudiagersdorf.com/
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„"Ich war die ersten 30 Minuten meines Lebens nicht lebensfähig" | Claudia Gersdorf über Ablehnung, Eigenbestimmung und den Glauben an sich selbst“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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