In dieser Folge beschäftige ich mit dem Mut, dem Papa, der Mama,
dem verstorbenen Menschen in seinem Zuhause Tschüß zu sagen. Ist
Aufbahrung für uns Menschen noch ein Thema? Oder passt es nicht
mehr in unser Bild der modernen Trauerkultur? Ist es vielleicht
die Angst, Zeit mit einem Toten zu verbringen oder haben wir
bislang noch nie darüber nachgedacht und können uns überhaupt
nicht vorstellen, wie außergewöhnlich persönlich, schön und
wertvoll ein solcher Abschied sein kann?
Was darf ich denn eigentlich, wenn ich meinen Herzensmenschen
noch zuhause behalten möchte? Und darf ich ihn nach dem
Versterben im Krankenhaus oder Seniorenheim wirklich noch in die
Familie holen?
Es gibt so viele Fragen. Und da sind so viele Gefühle im
Spiel.
In dieser Folge begrüße ich als Gesprächspartner Fabian
Wroblowski, Bestatter und Notfall-Seelsorger. Er gibt nicht nur
viele Antworten auf Fragen, sondern zeigt uns auch auf, dass sich
der Mut zur Aufbahrung lohnt. Dazu hat er mir eine Geschichte
erzählt, die von Zigarren, Scotch, Klavierspiel bis in den frühen
Morgen. Eine Geschichte, die ich mit viel Fantasie zu einer
hoffentlich beeindruckenden Erzählung gemacht habe. Der Kern
wahr, alles drumherum - wie gewohnt - mit ganz vielen Gedanken
und Erinnerungen aus dem Erlebten als Trauerrednerin.
Eine Aufbahrung zu Hause ist möglich. Und sie kann, wie diese
Geschichte eindrucksvoll zeigt, zu einer sehr persönlichen,
tröstlichen und wertvollen Erfahrung werden. Zu einem Abschied,
bei dem Tränen ebenso ihren Platz haben wie ein Lächeln, ein
letzter Kuss, ein vertrauter Klang.
Ab Minute 28 begrüßt Gabi Frentzen ihren PodGast. Fabian weiß,
welche Fragen, Unsicherheiten und Ängste mit einer Aufbahrung
verbunden sein können. Gemeinsam sprechen wir darüber, welche
Formen des Abschiednehmens möglich sind, warum persönliche
Rituale so wertvoll sein können und warum es so wichtig ist, sich
einfach mal Zeit zu nehmen.
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