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SRFglobal vom 03.09.2026

SRFglobal vom 03.09.2026

SRFglobal vor 23 Stunden
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Die Militärausgaben erreichen mit 2900 Milliarden Dollar einen
neuen Weltrekord. Trotzdem fehlen Waffen und Munition: Der Ukraine
gehen die Abwehrraketen aus, die USA haben ihre Bestände im
Iran-Krieg verschossen. Wer profitiert vom Rüstungsboom – und warum
kann die Rüstungsindustrie nicht liefern? Die Nato-Staaten wollen
künftig fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Verteidigung
ausgeben. In den USA liegt der grösste Budgetantrag der Geschichte
auf dem Tisch. An Geld mangelt es nicht – und doch fehlen die
Waffen. Die Ursachen reichen weit zurück. Nach dem Kalten Krieg
schrumpfte die westliche Rüstungsindustrie drastisch,
Reservekapazitäten galten als Verschwendung. Dazu kommen
Abhängigkeiten, die kaum jemand auf dem Schirm hat: Der Sprengstoff
für europäische Artilleriegranaten stammt faktisch aus einer
einzigen Fabrik in Polen, der Rohstoff für die Treibladung
grösstenteils aus China. Gleichzeitig verändert der Drohnenkrieg,
welche Waffen überhaupt gebraucht werden. Eine iranische
Angriffsdrohne kostet rund 35'000 Dollar, die Rakete zu ihrer
Abwehr vier Millionen. Diese Rechnung kann der Westen nicht
gewinnen. Die grossen Gewinner sind deshalb nicht die
traditionellen Rüstungskonzerne, sondern junge Technologiefirmen,
die es vor fünf Jahren kaum gab. «SRFglobal» fragt, wohin die
Milliarden fliessen, warum sie nicht in Waffen münden und wer am
Wettrüsten tatsächlich verdient. Denn bezahlt wird auch von jenen,
die es gar nicht merken: über Steuern, über Staatsschulden und über
die eigene Altersvorsorge. Moderator Sebastian Ramspeck spricht
darüber mit Tom Karako von der US-Denkfabrik CSIS, der
Drohnenexpertin Ulrike Franke vom European Council on Foreign
Relations sowie Michael Horowitz vom Council on Foreign Relations.
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„SRFglobal vom 03.09.2026“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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