Was passiert eigentlich, wenn wir uns freiwillig fesseln lassen?
Und warum kann gerade die Einschränkung von Bewegung etwas
überraschend Beruhigendes, Intimes oder sogar Befreiendes haben?
Shibari kann BDSM sein, aber ebenso Körpererfahrung, Kunst,
Meditation, Spiel mit Kontrolle oder eine ganz eigene Form der
Kommunikation. In dieser Folge spricht Pia mit Hannah, die unter
ihrem Künstlerinnennamen Gestalta arbeitet und seit 19 Jahren
Shibari praktiziert. In Berlin betreibt sie den Shibari-Space
Daruma, unterrichtet seit vielen Jahren und arbeitet außerdem als
Performerin und Künstlerin. Gemeinsam schauen sie darauf, was
Shibari eigentlich ist und warum sich hinter den Seilen eine
erstaunlich vielfältige Welt verbirgt. Es geht um Hingabe und
Kontrolle, Körperwahrnehmung und Entspannung, BDSM und Ästhetik,
aber auch um Vertrauen, Grenzen und die Verantwortung, die
entsteht, wenn wir uns körperlich in die Hände eines anderen
Menschen begeben. Gemeinsam tauchen wir ein in Fragen wie … Was ist
Shibari eigentlich – BDSM, Kunst, Meditation oder alles zugleich?
Warum kann weniger Bewegungsfreiheit manchmal zu mehr Entspannung
führen? Was passiert körperlich und psychologisch, wenn wir
gefesselt werden? Welche Rolle spielen Dominanz, Masochismus und
andere BDSM-Praktiken beim Shibari? Woher kommt Shibari und wie
entwickelte sich die heutige Praxis? Wie entstehen Vertrauen und
Sicherheit zwischen Menschen, die miteinander Rope praktizieren?
Die Folge eröffnet einen Blick auf Shibari, der weder romantisiert
noch dramatisiert: als vielseitige Praxis, deren Bedeutung stark
davon abhängt, wer sie miteinander praktiziert und was dabei
entsteht. Und vielleicht auch als Einladung, neugierig auf Formen
von Sexualität, Körperlichkeit und Intimität zu werden, die
außerhalb unserer gewohnten Vorstellungen liegen. Ganz gleich, ob
du Shibari schon kennst, neugierig auf BDSM bist oder bisher nur
Bilder von kunstvoll gefesselten Körpern gesehen hast: Diese Folge
bietet einen zugänglichen Einstieg in die Welt des Rope. Wir
hoffen, diese Folge schenkt dir Neugier, neue Perspektiven und
vielleicht ein bisschen mehr Lust darauf, herauszufinden, welche
Formen von Körperlichkeit und Intimität sich für dich stimmig
anfühlen.
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