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Charlie Beck – Vom Opel-Werksfahrer zum Gegner von Sébastien Ogier

Charlie Beck – Vom Opel-Werksfahrer zum Gegner von Sébastien Ogier

Alte Schule vor 3 Wochen
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Charlie Beck hatte einen sicheren Beruf, eine junge Familie – und
trotzdem einen Traum: Rallyefahren.

Nach ersten Erfolgen im Slalomsport steigt er 1982 mit
bescheidenen finanziellen Mitteln in den Opel-Kadett-Cup ein. Ein
Jahr später gewinnt er fünf von zehn Läufen und damit den Cup.
Opel gibt ihm seine Chance im Deutschen Opel Team – und Beck wird
bei seinem ersten Einsatz mit dem neuen frontgetriebenen Kadett
GTE auf Anhieb Gesamtfünfter.

Plötzlich steht er mitten im deutschen Werks-Rallyesport der
1980er-Jahre. Er fährt gegen Kalle Grundel, Sepp Haider und Erwin
Weber, erlebt Jochen Berger und das Opel-Team aus nächster Nähe
und bekommt sogar die Möglichkeit, rund 20 Rallyes im Jahr zu
bestreiten. Doch Beck ist inzwischen selbstständiger
Steuerberater und Familienvater – und entscheidet sich gegen den
bedingungslosen Weg zum Rallyeprofi.

Wir sprechen über eine turbulente Zeit bei Opel, über technische
Probleme, Teamstrukturen und den zunehmenden Druck auf einen
Werksfahrer. Charlie erzählt von schweren Unfällen, seinem
spektakulären letzten Einsatz für Opel und davon, wie schnell
sich die Stimmung in einem Werksteam verändern kann.

Doch aufhören kann er nicht. Nach dem Ende bei Opel gewinnt er
den Peugeot-Löwenpokal und kehrt in die Deutsche
Rallye-Meisterschaft zurück. Später folgt Volkswagen: zunächst
mit dem Golf GTI, schließlich mit dem Rallye Golf G60 – einem
Auto, das für Charlie bis heute zu den Höhepunkten seiner
Karriere gehört.

Und während andere Fahrer ihre Karriere irgendwann beenden,
beginnt Charlie Beck später praktisch noch einmal von vorn. Mit
Ende 40 gewinnt er den Schweizer Peugeot-Cup und wird Schweizer
Vizemeister. Danach stellt er sich im französischen
Peugeot-Markenpokal einer Horde junger Nachwuchsfahrer – und
trifft dort unter anderem auf einen gewissen Sébastien Ogier.
Charlie erlebt aus nächster Nähe, wie aus dem zunächst noch
unscheinbaren Franzosen innerhalb kürzester Zeit ein nahezu
unschlagbarer Fahrer wird.

Auch mit 60 ist noch nicht Schluss: Mit seinem „Projekt 60+“ will
Beck zeigen, dass Alter und Geschwindigkeit sich nicht
zwangsläufig ausschließen.

Ein Gespräch über Opel, Peugeot und Volkswagen, den Rallye Golf
G60, große Talente und harte Rückschläge – und über einen Mann,
der vielleicht noch viel weiter hätte kommen können, wenn er für
den Motorsport alles andere aufgegeben hätte.

***

Alle Infos rund um den Automatikgetriebeölwechsel findet ihr bei
meinem Partner Myle.

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