Die meisten Folgen zu Google Ads handeln von Konten, die nicht
funktionieren. Diese hier nicht. Peter Goebel hat sich die
Google-Werbung für seinen Handel mit Stoßdämpfern für Nutzfahrzeuge
über sechs Jahre selbst beigebracht. Fünf Sprachen, kaum
Streuverlust, ein Return on Ad Spend von acht bis zehn. Das Konto
läuft. Und trotzdem steuert er mit einer Zahl, die er selbst
geschätzt hat. Genau darum geht es in dieser Folge - und darum,
warum das auch bei gut laufenden Konten Geld kostet. ---- Warum ein
Durchschnittswert die Steuerung verzerrt Für jede abgeschickte
Anfrage wird ein fester Wert von 400 Euro an Google übergeben. Ein
sauber hergeleiteter Mittelwert, der berücksichtigt, dass nicht aus
jeder Anfrage ein Auftrag wird. Für den Anfang ist das eine gute
Lösung. • Google sieht bei jeder Anfrage denselben Wert, egal was
daraus wird • Eine Einzelanfrage zählt genauso viel wie eine
Anfrage für einen ganzen Fuhrpark • Der Algorithmus kann deshalb
nicht lernen, welche Anfragen sich wirklich lohnen • Der
ausgewiesene ROAS ist rechnerisch korrekt, aber eben nur so genau
wie der Schätzwert ---- Was sich mit Offline Conversions ändert Die
echten Auftragswerte liegen längst vor - in diesem Fall in einer
eigenen Datenbank, inklusive der Zuordnung, welche Anfrage aus
Google Ads stammt. Sie fließen nur nie zurück. • Die Anfrage wird
zunächst mit einem symbolischen Wert gemessen • Der tatsächliche
Auftragswert wird später als eigene Conversion nachgereicht • Bis
zu 90 Tage rückwirkend, was zum echten Verkaufszyklus passt •
Ergebnis ist ein ROAS, der auf Rechnungen beruht statt auf einem
Mittelwert • Ein laufendes System wirft man dafür nicht um, man
baut es parallel auf ---- Die zweite Lücke: Anfragen, die gar nicht
gezählt werden Auf der Website lässt sich eine Anfrage abschicken,
ohne dass jemand dem Cookie-Banner zugestimmt oder widersprochen
hat. Diese Anfragen kommen an - in der Messung tauchen sie nicht
auf. • Ohne Zustimmung wird nichts gemessen, die Anfrage bleibt
ohne Herkunft • Manche Consent-Tools zeigen nicht einmal, wie viele
Nutzer zustimmen oder ablehnen • In vergleichbaren Projekten liegt
die Zustimmung erfahrungsgemäß bei 60 bis 70 Prozent • Der Rest ist
Dunkelziffer und fehlt damit im Werbekonto und in der Optimierung •
Ein Banner, das eine klare Entscheidung verlangt, schließt diese
Lücke zum großen Teil ---- Woran du erkennst, ob es dich auch
betrifft Drei Fragen. Erstens: Ist der Conversion-Wert in deinem
Konto ein Schätzwert oder ein echter Auftragswert? Zweitens: Kann
jemand auf deiner Seite anfragen, ohne dem Banner zugestimmt oder
widersprochen zu haben? Drittens: Weißt du, wie hoch deine
Zustimmungsrate ist? Wenn du bei einer der drei Fragen ins Grübeln
kommst, liegt dort der nächste sinnvolle Schritt - noch vor jeder
Budgeterhöhung und vor jeder neuen Kampagne. Wenn du dabei jemanden
brauchst, der mit draufschaut: master-of-search.de
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.