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E26 Raufen Sie sich manchmal als Migrationsforscherin bei den öffentlichen Debatten die Haare? Ein Gespräch mit Judith Kohlenberger

E26 Raufen Sie sich manchmal als Migrationsforscherin bei den öffentlichen Debatten die Haare? Ein Gespräch mit Judith Kohlenberger

Nahost. Nah Dran. vor 1 Tag
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1:22:23
Migration wird in Europa emotional und politisch
aufgeladen diskutiert, während sich politische Entscheidungen
laut Judith Kohlenberger zunehmend von den Erkenntnissen der
Migrationsforschung entfernen. Im Gespräch mit El-Gawhary geht es
zunächst um Ceuta und die Frage, warum gerade Länder mit
mittlerem Einkommen besonders hohe Migrationsraten aufweisen und
weshalb Migration nicht nur eine Frage von Flucht und Armut ist.
Kohlenberger erklärt, dass weltweit nur ein vergleichsweise
kleiner Teil der Menschen migriert und dass Migrantinnen und
Migranten häufig über mehr Bildung, Einkommen und Netzwerke
verfügen als der Durchschnitt ihrer Herkunftsgesellschaft. Sie
beschreibt außerdem, warum sinkende Asylzahlen und eine
gleichzeitig immer aufgeheiztere Debatte auseinanderfallen und
warum Migration in Deutschland und Österreich längst Teil einer
Migrationsgesellschaft ist. Abschottung und Abschreckung hält sie
für keine nachhaltige Lösung, weil Menschen bei fehlenden
regulären Wegen auf irreguläre Routen ausweichen und Europa
zugleich auf migrantische Arbeitskräfte angewiesen ist. Anhand
des „Asylparadoxons“, des „Flüchtlingsparadoxons“ und des
„Integrationsparadoxons“ zeigt sie, welche Widersprüche das
europäische Migrations- und Asylsystem prägen. Als mögliche
Alternativen nennt sie unter anderem reguläre und temporäre
Arbeitsmigration, humanitäre Aufnahmeprogramme sowie eine
stärkere Europäisierung des Asylrechts mit gemeinsamen Verfahren
und einer kommunalen Organisation der Aufnahme. 

Produktion: Martin Druml

Musik: Nour Ashour

Grafic Design des Logos: Mona Henry
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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