SpaceX kündigt zehn neue Starship-Startrampen in Louisiana an und
hievt zugleich Ship 40 nach über einem Monat Salzwasser aus dem
Indischen Ozean an Deck. ️ Die ESA legt erstmals 543,6 Millionen
Euro auf den Tisch, die nur weiterfließen, wenn wirklich jemand den
Orbit erreicht: Isar Aerospace, RFA und PLD Space haben ab sofort
einen Countdown. Und Isar-Chef Daniel Metzler verrät uns exklusiv,
wann die Spectrum ihren nächsten Anlauf nimmt. Warum sich die
Falcon 9 ausgerechnet mit einem Wiederverwendungsrekord aus Florida
verabschiedet, klären wir gleich mit. Starbase Louisiana ist der
vierte SpaceX-Startplatz in den USA und laut Bundesstaat der
größte: fünf Komplexe mit je zwei Starship-Türmen, zusammen zehn
Rampen, dazu eigene Methanproduktion, Tiefwasserhafen, Flughafen
und Wohnraum. Baubeginn bis Ende 2027, erster Start frühestens
2029, rund 100 Milliarden Dollar Investition. Parallel rückt Flug
14 zusammen: Ship 41 hat zwei Static Fires am Teststand Massey's
hinter sich, Booster 21 steht auf dem Startmount von Pad 2. Und am
anderen Ende der Space Coast endet eine Ära: Der 100. Falcon-9-Flug
des Jahres war zugleich der letzte geplante Starlink-Start aus
Florida, geflogen mit dem 37. Einsatz von Booster B1067. Nebenbei
öffnet SpaceX sein Kollisionswarnsystem Stargaze kostenlos für
fremde Satellitenbetreiber. Europas große Rakete lieferte derweil
pünktlich: Die Ariane 6 brachte auf Flug VA270 den Wettersatelliten
MTG-I2 auf den Weg in den GEO, ihre erste Mission zu diesem Ziel.
Und am Sonntag steht das Roman Space Telescope auf einer Falcon
Heavy an Pad 39A: ein Teleskop mit hundertmal größerem Sichtfeld
als Hubble, dessen Optik aus einem gescheiterten
Spionagesatelliten-Programm des NRO stammt. Wir sind ab 12:00 Uhr
live dabei. Dazu die Woche in China: Chang'e-7 verpasst sein
Startfenster und rutscht auf 2027, der gelandete Zhuque-3-Booster
ist doch umgekippt, und Galactic Energy zielt mit der Pallas-1 auf
den Erstflug. In Samara hat die Ukraine mit Marschflugkörpern das
Raketenwerk Progress getroffen, jene Fabrik, aus der einst Gagarins
Rakete kam und heute die Sojus-2 stammt. Blue Origins Mondlander
Blue Moon MK1 hat die Umwelttests am Johnson Space Center
bestanden, eine Nature-Studie zeigt einen 200 bis 400 Grad heißeren
Marssüden, und die NASA hat die Farside Seismic Suite gekündigt,
obwohl das Instrument fertig im Reinraum steht. In den Kurznews:
Antennentausch bei der ISS-EVA von Sophie Adenot und Anil Menon,
die Ursache für das gescheiterte Swift-Rettungsmanöver, Artemis 3
ohne Cubesats und 15.000 Jahre Sonnenwind in vier Stunden. Am Ende
der Folge wie immer der Startkalender, unter anderem mit dem
zweiten Spectrum-Flug von Andøya. Und meine Frage an euch: Was
braucht Europa zuerst, eine wiederverwendbare Schwerlastrakete oder
eine zuverlässige Flotte kleiner Träger? Schreibt es in die
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