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  4. Einundzwanzig Schuss Salut für Käptn Bilbo
Jack Bilbo hielten die einen für Al Capones Bodyguard, andere
dachten, er sei ein legendärer Kapitän oder sogar der
Schriftsteller B. Traven aus Mexiko. Doch diese Legenden und Mythen
hatte Jack Bilbo selbst geschaffen, mit Büchern, in denen er sich
als den größten Abenteurer des 20. Jahrhunderts erfand. Dabei wäre
sein wirkliches Leben schon abenteuerlich genug gewesen.

Jack Bilbo, der in Wirklichkeit Hugo Cyrill Kulp Baruch hieß,
stammte aus einer reichen jüdischen Berliner Theaterfamilie. Als
Siebenjähriger musste er, der eine englische Mutter hatte, nach
Holland emigrieren, mit sechzehn schob ihn sein Vater nach Amerika
ab und mit vierundzwanzig feierte er als Schriftsteller seinen
ersten Erfolg. Bilbo kämpfte gegen die Nazis in Deutschland und
gegen die Faschisten im spanischen Bürgerkrieg. Auf der Isle of
Man, wo man ihn während des II. Weltkriegs als Deutschen
internierte, gründete er die Volksuniversität und in London die
"Modern Art Gallery", die bedeutendste Galerie dieser Zeit.

Gegen Lebensende besaß er eine Bar in Berlin: "Käpt'n Bilbos
Hafenspelunke". Dort hatte ihn kurz vor seinem Tod 1967 Ludwig
Lugmeier besucht. Für den Gangster und Abenteurer, der später
selbst Schriftsteller wurde, war Jack Bilbo ein Vorbild gewesen.
Vierzig Jahre danach zeichnet er ein Portrait des Mannes, einer
Gestalt zwischen Realität und Fiktion.

Feature von Ludwig Lugmeier

Mit: Udo Wachtveitl, Hans Teuscher, Katja Nottke

Produktion: MDR 2006

Verfügbar bis 30. September 2026
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„Einundzwanzig Schuss Salut für Käptn Bilbo“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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