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Emotionaler Schmerz ist nicht immer ein Zeichen dafür, dass mit
uns etwas nicht stimmt. Manchmal entsteht er dort, wo eine Lücke
zwischen dem entsteht, was wir tief in uns brauchen, wünschen
oder uns sehnen – und dem, was wir gerade erleben.

Diese Lücke kann ganz real sein: Ein Bedürfnis nach Nähe,
Sicherheit, Anerkennung, Freiheit oder Verbundenheit wird nicht
erfüllt. Manchmal entsteht der Schmerz aber auch dadurch, dass
wir ständig neuen Vorstellungen davon hinterherlaufen, was wir
eigentlich haben oder sein müssten. Social Media, Vergleiche und
äußere Erwartungen können unsere Wünsche immer weiter nach vorne
verschieben – sodass wir uns selbst kaum noch fragen, was wir
wirklich brauchen.

Und manchmal liegt die Ursache noch tiefer: Wir haben bestimmte
Bedürfnisse bereits als Kind nicht ausreichend erfahren und
deshalb gelernt, den Zugang zu ihnen zu verlieren. Wir wissen
dann vielleicht gar nicht mehr, wonach wir uns sehnen – und
spüren trotzdem den Schmerz.

In dieser Folge geht es deshalb nicht darum, emotionalen Schmerz
möglichst schnell aufzulösen, zu heilen oder zu transformieren.
Stattdessen lade ich Dich ein, einmal bei ihm zu bleiben und
neugierig zu werden:

Was liegt eigentlich unter diesem Schmerz?

Welches Bedürfnis möchte gesehen werden?

Wonach sehne ich mich wirklich?

Vielleicht müssen wir unseren Schmerz nicht sofort verändern.
Vielleicht möchte er zunächst einfach nur gehört werden.

Denn manchmal beginnt Veränderung nicht damit, dass wir etwas
erreichen oder loslassen – sondern damit, dass wir den Mut haben,
wirklich zu fühlen, was in uns lebendig ist.
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„Folge 11: Emotionaler Schmerz – was ist das eigentlich wirklich?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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