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Sind wir eigentlich noch im Frieden?

Keine Panzer an der Grenze. Keine Kriegserklärung. Kein
Luftalarm. Und trotzdem: Sabotage, Cyberangriffe, Desinformation,
Drohnen über kritischer Infrastruktur, mutmaßliche Wegwerfagenten
und Anschlagspläne gegen Menschen aus der deutschen
Rüstungsindustrie.

Vielleicht ist Krieg im 21. Jahrhundert nicht mehr nur der
Moment, in dem jemand mit Waffen eine Grenze überschreitet.
Vielleicht beginnt das Problem schon viel früher.

Und dann wird es für einen Nachhaltigkeitspodcast unangenehm.

Denn ausgerechnet SDG 16 fordert Frieden, Gerechtigkeit
und starke Institutionen. Aber was bedeutet das, wenn
Frieden nicht nur geschaffen, sondern auch verteidigt werden
muss? Kann militärische Abschreckung zum Erhalt einer
nachhaltigen Gesellschaft beitragen? Darf Defence dann nachhaltig
sein? Oder bauen wir uns gerade eine ziemlich komfortable
Begründung dafür, Waffen plötzlich grün anzumalen?

Wir sprechen über Russlands hybride Bedrohung, Wegwerfagenten und
Desinformation, über Rheinmetall und Donaustahl, über VW-Werke,
die plötzlich für Defence interessant werden, über die neue
Karriere des Wortes „Resilienz“ und über eine
Nachhaltigkeitsdebatte, deren einfache Antworten gerade ziemlich
zuverlässig kaputtgehen.

Und irgendwann lande ich bei einer Friedenstaube, an der ich seit
Jahrzehnten vorbeilaufe, ohne groß darüber nachzudenken.

Vielleicht ist Frieden nämlich gar kein Zustand.

Vielleicht ist Frieden Arbeit.

Eine Folge über Krieg, ohne Krieg zu erklären. Über Waffen, ohne
sie gutzufinden. Über Nachhaltigkeit, ohne so zu tun, als hätte
sie auf alles eine einfache Antwort.

Und über die vielleicht wichtigere Frage:

Nicht: Sind wir im Krieg?

Sondern: Was tun wir eigentlich dafür, dass wir im
Frieden bleiben?
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„S3 E15 - Die mit dem Frieden“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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