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Was tun, wenn die Rechte regiert? Lehren aus Israel

Was tun, wenn die Rechte regiert? Lehren aus Israel

Dissens vor 5 Tagen
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Gerade richten sich alle Augen auf die Landtagswahlen in
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort könnte der AfD in
wenigen Wochen der Sprung in die Landesregierung gelingen - mit
schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische
Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle,
die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das
Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, wollen wir bei "Was tun?"
über die Wahlen hinaus denken. Denn aktuell kippt die Stimmung im
ganzen Land immer weiter nach rechts - und so scheint es eine Frage
der Zeit zu sein, bis Rechtsextreme mindestens in Bundesländern an
die Regierung kommen. Umso wichtiger, sich jetzt schon zu fragen,
wie es dann für alle, die für eine solidarische Gesellschaft
kämpfen, weiter geht. In der Miniserie "Was tun, wenn Rechte
regieren?" sprechen Inken und Valentin mit Aktivist:innen aus
Polen, Israel und Brasilien. Sie alle haben Erfahrungen mit rechten
Regierungen - und sind sie im Fall von Polen und Brasilien auch
wieder losgeworden. Inken und Valentin fragen nach: Wie müssen wir
uns Aktivismus unter den neuen Rahmenbedingungen vorstellen? Welche
Strategien wirken noch, wenn Rechte unsere Bewegungen zum Feindbild
erklären? Und: Wie wird man rechte Regierungen wieder los? In Folge
2 spricht Inken mit Raluca Ganea aus Israel. Dort regiert Benjamin
Nathanjahu seit 2022 in einer Koalition mit religiösen Hardlinern
und rassistischen Siedlern. Parallel zu den Kriegsverbrechen in
Gaza und der Westbank läuft der rechte Staatsumbau in Israel selbst
in Hochgeschwindigkeit: politische Rechte palästinensischer
Bürger:innen werden immer weiter beschnitten, es gibt Vorstöße,
eine Segregation zwischen Männern und Frauen zu etablieren und die
demokratische Zivilgesellschaft wird zunehmend eingeschränkt.
Raluca ist Gründerin von Zazim, einer Organisation, die in den
letzten Jahren zu einer der lautesten Stimmen für ein progressives
Israel geworden ist. Gemeinsam mit ihren Kolleg:innen kämpft sie
bei Zazim für Solidarität und Demokratie. Inken und Raluca
diskutieren darüber, welche Gemeinsamkeiten es zwischen der
israelischen Rechten und der AfD gibt, Inken fragt nach, was sich
hinter dem Schlagwort der "Re-Humanization" verbirgt und welche
drei "Lessons Learned" Raluca für Aktivist:innen in Deutschland
parat hat. Zum Schluss diskutieren Valentin und Inken, was wir aus
dem Aktivismus in Israel für den Kampf gegen die AfD lernen können.
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