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Was passiert, wenn die Welt, die man sein ganzes Leben
lang für die einzig richtige gehalten hat, plötzlich nicht mehr
stimmt?

Elke wächst als Zeugin Jehovas in einem sehr engen Weltbild auf.
Geburtstage und Weihnachten gibt es nicht, Kontakte außerhalb der
Glaubensgemeinschaft sind unerwünscht und schon als Kind gehört
der Predigtdienst für sie zum Alltag.

Mit 18 heiratet sie, mit 23 ist sie dreifache Mutter – und
irgendwann werden die Grenzen ihres bisherigen Lebens immer
enger. Die Ehe funktioniert nicht, ihr Glaube gibt ihr keinen
Halt mehr und Elke kommt an einen Punkt, an dem sie weiß:
Entweder ich gehe – oder ich gehe daran
zugrunde.

Mit ihren drei Kindern und kaum Geld verlässt sie schließlich
ihren Mann, ihre Glaubensgemeinschaft und damit fast ihr gesamtes
bisheriges soziales Umfeld. Sie zieht ins Frauenhaus und beginnt
ein Leben, von dem sie noch überhaupt nicht weiß, wie es aussehen
wird.

Viele Jahre später stellt das Leben sie vor eine Erfahrung, die
sie selbst als das Schlimmste bezeichnet, das ihr je passiert
ist: Ihre Tochter Sarah nimmt sich das Leben.

Auch darüber spricht Elke in dieser Folge sehr offen. Über Trauer
und Schuldgefühle. Über die Frage, wie man nach einem solchen
Verlust überhaupt weiterleben kann. Und über einen Gedanken, der
für sie vieles verändert hat:

Die Liebe zwischen ihr und ihrer Tochter ist nicht zu
zerstören.

Heute begleitet Elke selbst Mütter, die ein Kind verloren haben,
und erzählt von ihrer ganz persönlichen Entscheidung, sich trotz
allem wieder dem Leben zuzuwenden.

Eine Folge über Glauben und Freiheit, Verlust und Trauer,
Selbstverantwortung und die Erkenntnis, dass wir nicht bestimmen
können, was uns im Leben widerfährt – aber sehr wohl, wie wir
unseren Weg damit weitergehen.

Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über
Suizid und den Verlust eines Kindes.
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„Die Entscheidung für das Leben“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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